Bereits vor fast 10 Jahren etablierte eine Gruppe von Wissenschaftlern mit dem Svalbard Global Seed Vault eine Art Samen-Tresor, in dem Pflanzensamen gesichert werden, um in einer von Klimawandel, Krieg und Naturkatastrophen bedrohter Welt sowohl die Nahrungssicherheit als auch die Biodiversität zu sichern. Heute hält der Tresor nach Angaben des Crop Trust, der das Projekt unterstützt, die weltweit größte und umfassendste Samen-Sammlung. Erst kürzlich kamen 50.000 neue Samen hinzu.


50.000 neue Samen für den Tresor

Insgesamt 930.821 verschiedene Samen-Proben lagern in dem Tresor. Erst kürzlich kamen 50.000 Proben aus den Vereinigten Staaten. Großbritannien, Benin, Weißrussland, Indien, Pakistan, Mexiko, dem Libanon, den Niederlanden, Marokko und Bosnien und Herzegovina. Insgesamt bietet der Tresor, der auf dem Nördlichen Polarkreis zwischen Norwegen und dem Nordpol liegt, Raum für 4,5 Millionen Samenproben.


Today’s seed deposit at Svalbard supported by The Crop Trust shows that despite political and economic differences in other arenas, collective efforts to conserve crop diversity and produce a global food supply for tomorrow continue to be strong„, so die Direktorin des Crop Trust, Marie Haga, anlässlich der Einlagerung der neuesten Samen-Proben in dem Tresor.

Eine Arche Noah für Pflanzensamen

Der Samen-Tresor ist nicht nur für die Zukunft, sondern hilft auch heute bereits. 2015 entnahm ein syrisches Forscherteam einige der Samen, die sie vorher in den Tresor eingelagert hatten, um die Situation in dem kriegsgebeutelten Aleppo zu erleichtern. Einige der Samen wurden inzwischen wieder zurückgeführt.

Die Positionierung des Tresors am Nördlichen Polarkreis hilft dabei, die Samen zu schützen. Der dort vorherrschende Permafrost und der steinige Boden halten die Samenproben ohne großen Energieaufwand gefroren.

Im Grunde handelt es sich bei dem Tresor um eine Art Arche Noah – nur eben für Pflanzensamen statt für Tiere. Der Tresor wurde entworfen, um im Ernstfall auch einer nuklearen Explosion und sogar einem steigenden Meeresspiegel zu widerstehen.

via Inhabitat.com"

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