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Saubere Energie: Amazon baut eigenen Windpark

Öffentlicher Druck lässt auch ein globales Unternehmen wie Amazon nicht kalt. Vergangenes Jahr untersuchte die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Klimabilanz vieler Internetunternehmen. Amazon schnitt dabei vergleichsweise schlecht ab. Die Energieversorgung basiere übermäßig stark auf klimafeindlicher Kohle und es gebe keine Transparenz und keine definierten Klimaschutzziele, so die damalige Kritik. Der Konzern reagierte und gab bekannt, langfristig eine nachhaltige Energieversorgung aufbauen zu wollen. Nun kündigte Amazon mit dem Bau eines eigenen Windparks in Indiana einen ersten konkreten Schritt in diese Richtung an.

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Energieverbrauch von 46.000 Haushalten wird produziert

Der Windpark soll unter dem Namen „Amazon Web Services Wind Farm“ betrieben werden und jährlich circa 500.000 Megawattstunden Strom produzieren. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch von 46.000 Haushalten. Bereits ab Januar 2016 soll die Anlage Amazon mit sauberer Energie versorgen. Amazon Web Services betreibt dabei nicht das klassische Versandgeschäft des Unternehmens, sondern ist im Webhosting und Cloud-Geschäft aktiv. Dafür betreibt die Konzernsparte eine Vielzahl an Servern, die große Mengen Energie benötigen.

Wenn man so möchte, wird durch den neuen Windpark also auch das Internet ein wenig grüner. Trotz der Selbstverpflichtung zukünftig auf erneuerbare Energien zu setzen, ist Amazon allerdings noch nicht ganz aus der Schusslinie der Umweltorganisationen geraten. Noch immer fehle es dem Unternehmen an Transparenz über die eigene Energieversorgung, so die Umweltschützer.

Mangel an Transparenz und konkreten Zeitplänen

Abgesehen von der jetzt verkündeten Windfarm ist in der Tat nicht detailliert bekannt, wie Amazon die eigenen Ziele erreichen möchte. Auch mangelt es an einem konkreten Zeitplan zur Umsetzung des Klimaplans. Der Verdacht liegt nahe, dass Amazon hier bewusst vage bleibt, um sich Kritik an mangelnden Fortschritten zu ersparen. Der Windpark in Indiana allerdings scheint zumindest ein Schritt in die richtige Richtung zu sein.

Quelle: Treehugger

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