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Saubere Energie: Windstrom ist in Deutschland erstmals die günstigste Stromquelle

Einem aktuellen Energie-Report von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) zufolge ist Windstrom in Deutschland zum ersten Mal die günstigste Stromart. Bloomberg hat bei dem Bericht Subventionen herausgerechnet, was die Zahl noch beeindruckender erscheinen lässt.

Windenergie

Erneuerbare Energien werden zunehmend wettbewerbsfähiger

Im letzten Jahr war Windstrom zum ersten Mal überhaupt in einem Land die günstigste Energiequelle. Es handelte sich dabei um Dänemark. Neusten Analysen zufolge kann nun auch Deutschland hieran anknüpfen. In die Gesamtkosten pro Megawattstunde sind Kosten für die CO2-Reduzierung mit umfasst. Zudem flossen auch die Kosten für Entwicklungen, Erzeugung, Finanzierung und dem Betrieb sowie weitere 1000 Kennziffern mit ein. Aus der Kraft des Windes gewonnene Energie kostet aktuell 80 US-Dollar pro Megawattstunde auf Platz 2 liegt Kohle mit 106 US-Dollar und mit Gas kostet eine Megawattstunde Strom 118 US-Dollar.

Kohle und Gas-Strom werden teurer

Es ist bereits ein zu begrüßender Trend im Hinblick auf die weltweite Energiewende sichtbar. So wird aus Sonnen- und Windkraft gewonnener Strom immer günstiger, während die Kosten für Strom aus Kohle steigen. Aufgrund der geringeren Auslastungen wird Energie durch Kohle und Gas teurer. Parallel dazu sinken die Kosten für Weiterentwicklungen der erneuerbaren Energiequellen. Der Report zeigt allerdings auch, dass Offshore-Wind verhältnismäßig schlecht abschneidet. Das Manko sind hier ganz klar die recht hohen Investitionssummen.

Die Wettbewerbsfähigkeit von Onshore-Wind und Solar-Energie hat in der letzten Zeit deutlich zugenommen und konkurrieren auch mit den etablierten Technologien. Das war vor zehn Jahren noch undenkbar. Der günstiger eingekaufte Windstrom schlägt sich leider kaum auf die Preise für den Endverbraucher aus. So macht die Stromproduktion in Deutschland gerade einmal ein Viertel des Strompreises aus. Zudem ist auch nicht die günstigste Produktionsart entscheidend. Die restlichen Dreiviertel des Preises werden von Netzentgelten, Steuern und Abgaben bestimmt. Alles in allem kann die Entwicklung dennoch begrüßt werden. Hochrechnungen zufolge könnten erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2050 den Strombedarf zu 100 Prozent abdecken.

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