Saudi Arabien ist der größte Ölexporteur der Welt und wurde so zu einem der reichsten Länder überhaupt. Kein Wunder also, dass sich das Land bisher eher wenig mit alternativen Energieformen beschäftigt hat. Doch dem saudischen Königshaus dürfte bewusst sein, dass die Ölvorräte des Landes irgendwann einmal zu Ende gehen werden. Nicht zuletzt deshalb hat das Land ein Programm namens Saudi Vision 2030 verabschiedet. Ziel dabei ist es, die saudische Wirtschaft breiter aufzustellen und neben der Ölindustrie noch weitere Wirtschaftszweige zu etablieren. Einen Teil dazu beitragen sollen auch die Erneuerbaren Energien: Bis zum Jahr 2030 will das Königreich immerhin 9,5 GW an neuen Kapazitäten installieren.


Source: General Electric. All rights reserved.
Source: General Electric. All rights reserved.

Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco ist an Erneuerbaren Energien interessiert

Auf den ersten Blick scheint dabei in den sonnenreichen Golfstaaten vor allem der Einsatz von Solarenergie sinnvoll. Doch aus technologischer Sicht ist die Windkraft momentan noch deutlich weiter entwickelt. Im Nordwesten Saudi-Arabiens wurde daher nun das erste Windrad des Königsreichs errichtet. Dieses steht in der Nähe einer Fabrik und soll Dieselgeneratoren ersetzen, die bisher genutzt wurden, um Energie zu erzeugen. Die durch das Windrad erzeugte Strommenge ist allerdings noch vergleichsweise gering – es kommt eine 3,3 MW Turbine zum Einsatz. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco will die Anlage allerdings nutzen, um Expertise in Sachen Windkraft aufzubauen und diese dann gegebenenfalls auch in anderen Teilen des Landes zum Einsatz zu bringen.

Der Energiemix des Landes soll sich radikal verändern

Errichtet wurde das erste Windrad Saudi-Arabiens mit Hilfe von General Electric. Die Firma hat dabei eigens eine Windenergieanlage namens 2.75-120 entwickelt. Diese soll speziell auf die extremen Bedingungen in den Golfstaaten abgestimmt sein und so geringere Wartungs- und Reparaturkosten ermöglichen. Aktuell besteht der Energiemix Saudi-Arabiens aus 60 Prozent Öl und 40 Prozent Gas. Ab dem Jahr 2030 ist allerdings eine andere Verteilung geplant: Öl- und Gas sollen dann nur noch vierzig Prozent des Energiebedarfs decken. Weitere 15 Prozent sollen durch Atomkraftwerke gewonnen werden – für den Rest müssten dann die Erneurbaren Energien verantwortlich zeichnen.


Via: Business Green

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.