Das Management des Zugverkehrs ist hochkomplex. An vielen kleineren Bahnhöfen und eingleisigen Streckenabschnitten können schon kleinere Verspätungen zu langwierigen Kettenreaktionen führen. Diese betreffen dann mehrere Züge und führen zu größeren Verspätungen. Den am Bahnsteig wartenden Kunden interessiert das allerdings herzlich wenig. Er ärgert sich schlicht über die Unpünktlichkeit der Züge. Eine Möglichkeit das Problem zu lösen wäre ein Ausbau der Infrastruktur. Dafür ist in den allermeisten Ländern allerdings kein Geld da. Der schwedische Bahnbetreiber Stockholmstag geht daher einen anderen Weg. Ein schlauer Algorithmus kann Verspätungen zwar nicht verhindern, aber bis zu zwei Stunden im voraus prognostizieren. Genug Zeit also um die Kunden rechtzeitig zu informieren.


Via: Springwise
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Der Algorithmus prognostiziert auch Verspätungen, die erst noch entstehen

Entwickelt wurde das System durch den Mathematiker Wilhelm Landerholm. Verarbeitet werden dabei vor allem historische Daten. Hat ein Zug also Verspätung, schaut sich der Algorithmus an, welche Auswirkungen dies in der Vergangenheit hatte und welche Kettenreaktion dadurch ausgelöst wurde. Anschließend informiert der Computer den Bahnbetreiber und die Fahrgäste. Diese können dann rechtzeitig nach Alternativen Ausschau halten oder schlicht etwas später zum Bahnhof kommen. Verspätungsanzeigen gibt es natürlich auch bei der Deutschen Bahn oder bei den Postbussen. Diese zeigen aber im Wesentlichen nur die aktuelle Verspätung an. Das schwedische Computersystem wiederum kann Verspätungen prognostizieren, die erst noch entstehen.

Das System kommt ab Ende des Jahres in Schweden zum Einsatz

Eine Wunderwaffe ist aber auch der Algorithmus natürlich nicht. Auf die Schienen fallende Bäume oder kaputtgehende Züge kann auch die künstliche Intelligenz nicht genau vorhersagen. Immerhin aber die Folgen präzise prognostizieren, so dass mehr Zeit bleibt Kunden zu informieren und konkrete Alternativen anzubieten. In Schweden soll das smarte Vorhersagetool Ende diesen Jahres erstmals zum Einsatz kommen. Der schwedische Bahnbetreiber Stockholmstag hofft, so die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und überfüllte Züge vermeiden zu können.


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