Das Problem ist so gut wie jedem Hobbygärtner bekannt: Schnecken können die mühselige Arbeit von Monaten innerhalb von kurzer Zeit zerstören. Eine einfache Zahl verdeutlicht die Größe der Problematik: Jährlich werden 100.000 Tonnen Schneckenkorn in Deutschland verkauft. Dessen Einsatz ist aus ökologischer Sicht aber nicht unbedenklich. Eine umweltfreundlichere Alternative wurde hingegen bereits im Jahr 2014 in Kiel entwickelt und wird seit dem Jahr 2015 in Deutschland vertrieben: Ein ökologischer Schutzanstrich namens Schnexagon. Damit werden dann beispielsweise Beetumrandungen oder Blumentöpfe eingeschmiert – wodurch sie von den Schnecken nicht mehr überwunden werden können. Den Tieren wird allerdings kein Schaden zugefügt: Sobald sie merken, dass sie nicht mehr weiter kommen, treten sie den Rückzug an.


Nadine Sydow hat die schlaue Lösung gegen Schnecken entwickelt. Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Für die Expansion ins Ausland werden 500.000 Euro benötigt

Entwickelt wurde Schnexagon von der Kieler Biologin Nadine Sydow, die auch das dazugehörige Startup gründete. Die Idee kam bei den Kunden so gut an, dass bereits im ersten Jahr ein kleiner Gewinn eingefahren werden konnte. Inzwischen liegt der Umsatz im mittleren sechsstelligen Bereich. Er wird allerdings vornehmlich in Deutschland erzielt. Zukünftig sollen hingegen auch verschiedene ausländische Märkte ins Visier genommen werden. Das dafür benötigte Geld soll zumindest zum Teil aus der Tasche der Löwen stammen. Deshalb bietet Sydow zehn Prozent ihres Startups für 500.000 Euro an. Somit wird das Unternehmen mit fünf Millionen Euro bewertet, was durchaus gerechtfertigt sein kann – immerhin wurde bereits bewiesen, dass das Geschäftsmodell funktioniert.

Eine Anti-Haft-Beschichtung für Schiffe befindet sich in der Entwicklung

Außerdem muss in die Produktentwicklung nicht mehr viel Arbeit investiert werden. So will Sydow zwar die Haftdauer des Schutzanstrichs noch weiter erhöhen. Doch grundsätzlich zeigen die verschiedenen Rezensionen im Netz, dass das Produkt funktioniert und von den Kunden gut angenommen wird. Für die Zukunft hat die erfinderische Biologin zudem noch weitere kreative Ideen: Geplant ist unter anderem eine Anti-Haft-Beschichtung für Schiffsrümpfe. Diese soll vollkommen ungiftig sein und so dazu beitragen, das Ökosystem Meer zu schonen. Denn bisher werden zumeist giftige Kupferverbindungen genutzt. Ein Name ist auch bereits gefunden: Das neue Produkt soll als Poxagon vermarktet werden.

Zeigen die Löwen Interesse an Schnexagon?

Von den fünf potentiellen Investoren in „Die Höhle der Löwen“ sind traditionell vor allem Ralf Dümmel und Judith Williams an nützlichen Produkten für den Endkunden interessiert. Während Williams auf ihre Erfahrung im Bereich des Tele-Shoppings verweisen kann, besitzt Dümmel exzellente Kontakte zum Handel in Deutschland. Außerdem hat er in der letzten Staffel bereits unter Beweis gestellt, dass er gerne Deals abschließt – und diese dann auch zum Erfolg bringt. Wie immer in der Höhle der Löwen gilt aber: Vor dem Pitch ist nur schwer zu sagen, ob – und wenn ja: welche – Löwen Interesse zeigen werden.


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