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Schottlands Windenergie generiert 97 Prozent des landesweiten Elektrizitätsbedarfs

Die riesigen Windfarmen vor Schottlands Küste sind nicht nach jedermanns Geschmack. Denn anders als in Deutschland werden die Windräder nicht außerhalb der Sichtweite der Küstenbewohner verbaut. US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump beispielsweise geriet in Rage, weil der Meeresblick einer von ihm geplanten Golfanlage gestört wurde. Schottlands Regierung ließ sich davon aber nicht beirren und genehmigte den Windpark trotz der Proteste des exzentrischen Milliardärs. Eine Zahl scheint der schottischen Regierung nun Recht zu geben: Im vergangenen Jahr konnten bereits 97 Prozent des landesweiten Elektrizitätsbedarfs durch Windenergie gedeckt werden. Das Land ist damit nicht mehr weit von seinem Ziel entfernt, bis zum Jahr 2020 die Elektrizitätsversorgung komplett aus erneuerbaren Energien zu bestreiten.

Uruguay Windturbinen

Insgesamt hinkt Schottland der EU-Spitze noch hinterher

Bezogen auf den kompletten Energiebedarf Schottlands besteht allerdings durchaus noch Verbesserungspotential. Denn nimmt man die zum Heizen und für den Transport benötigte Energie hinzu, stammen davon insgesamt lediglich fünfzehn Prozent aus erneuerbaren Energien. Der EU-Spitzenreiter Schweden erreicht hingegen einen Wert von über fünfzig Prozent. Umwelt- und Klimaschützer fordern daher, Schottland solle sich ambitioniertere Ziele setzen. „Es ist jetzt an der Zeit für Schottland über 2020 hinauszuschauen und sich ein weiteres Ziel für Erneuerbare Energien zu setzen“, so Niall Stuart, Chef der Organisation Scottish Renewables. Konkret fordert er, die nachhaltige Energieproduktion bis zum Jahr 2030 auf fünfzig Prozent des jährlichen Eigenverbrauchs zu steigern.

Die schottischen Ölvorräte gehen zu Ende

Dies würde für das Jahrzehnt zwischen 2020 und 2030 in etwa eine Verdoppelung bedeuten. Schottland ist zwar ein Teil Großbritanniens, besitzt in der Energiepolitik aber weitgehende Autonomierechte. Das Meer dient dabei bereits seit längerem als Energiequelle: Die meisten britischen Ölvorkommen befinden sich vor der Küste Schottlands. Allerdings sind diese Ölquellen inzwischen zu einem großen Teil ausgebeutet. Zumindest energietechnisch scheint Schottland aber auf das Ende des Ölzeitalters gut vorbereitet zu sein. Denn auch die Produktion von Solarenergie verzeichnete zuletzt zweistellige Wachstumszahlen. Auch wenn in Schottland deutlich öfter der Wind weht als die Sonne scheint.

Via: Treehugger

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