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Schwedischer Shop ersetzt Kassierer durch eine Smartphone-App

Auch in Schweden haben in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Läden für immer ihre Pforten geschlossen. In dem vergleichsweise dünn besiedelten Land bringt dies erhebliche Probleme mit sich. Denn die nächste größere Stadt mit einem Supermarkt ist teilweise erst in erheblicher Entfernung zu finden. Der IT-Entwickler Robert Ilijason hat nun allerdings eine smarte Lösung für das Problem in seinem Heimatstädtchen gefunden. Er eröffnete einen Laden für Produkte des täglichen Bedarfs und öffnete diesen für 24 Stunden täglich. Menschliches Personal ist dort allerdings in der Regel nicht anzutreffen. Stattdessen bekommen die Kunden mit einer Smartphone-App Zutritt und bezahlen auch mit dieser.

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Bisher kam es zu keinen Vorfällen von Diebstahl oder Vandalismus

Auf dieser Weise sollen die Betriebskosten eines solchen Ladens so weit sinken, dass er auch an bisher unrentablen Orten betrieben werden kann. Ein erster solcher Laden wurde bereits in der kleinen Stadt Viken eröffnet und erweist sich bisher als wirtschaftlich erfolgreich. Dabei bietet der Laden klassische Kioskprodukte wie Tabak oder alkoholische Getränke gar nicht an. Zahlreiche Überwachungskameras sorgen allerdings dafür, dass keine Produkte unbezahlt das Geschäft verlassen. Ein Türmechanismus löst zudem Alarm aus, wenn der Eingang länger als acht Sekunden offen steht Seit Jahresbeginn kam dies allerdings noch nicht vor. Der Erfolg des Geschäftes beruht dabei auch darauf, dass das Zahlen mit dem Smartphone in Schweden generell weit verbreitet ist.

Ältere Menschen beherrschen oft die Technik noch nicht

So hat der mobile Bezahldienst WyWallet in Schweden immerhin rund 1,2 Millionen Nutzer – was in etwa jedem fünften Smartphone-Besitzer entspricht. Allerdings gilt dies natürlich nicht für alle Altersklassen. Insbesondere Senioren scheitern in Viken oftmals daran, die Technik zum Öffnen der Tür und zum Bezahlen desr Waren zu beherrschen. Ladenbesitzer Ilijason denkt daher bereits über zusätzliche Bezahlmöglichkeiten nach – etwa ein Lesegerät für Kreditkarten. Möglich ist aber auch, dass er die komplette Digitalisierung im Einzelhandel wieder ein Stück zurückfahren könnte. So gibt es Pläne, für einige Stunden tagsüber wieder einen menschlichen Kassierer zu beschäftigen.

Via: DigitalJournal

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