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SeaBubbles: Schwebende Wassertaxis sind ab Juni in Paris im Einsatz

Alain Thébault ist Weltrekordhalter im Schnellsegeln, während Anders Bringdal einst der schnellste Windsurfer der Welt war. Beiden gemeinsam ist, dass sie von der Verkehrssituation in Paris genervt sind. Sie entwickelten daher ein Wassertaxi, bei dem lediglich die Tragflächen ins Wasser reichen. Diese schwebenden Boote sollen zukünftig über die Seine flitzen und für eine umweltfreundliche Transportalternative sorgen. Über die Pläne der beiden Sportler berichteten wir erstmals im März 2016. Nun wurde ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung des Konzepts bekannt: Im Juni sollen die ersten schwebenden Wassertaxis bereit für erste Testfahrten sein. Verlaufen diese erfolgreich, können die Boote anschließend zeitnah auch von Touristen und Einheimischen genutzt werden.

Der Einsatz von Elektromotoren schont das Klima und die Luftqualität

Die SeaBubbles genannten Wassertaxis bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff und verdichtetem Schaumstoff. Während der Fahrt befinden sich lediglich die Tragflächen in Kontakt mit dem Wasser. Die Passagierkabine hingegen schwebt rund 60 Zentimeter über der Oberfläche. Auf diese Weise können Geschwindigkeiten von bis zu 15 Stundenkilometern erreicht werden. Außerdem sorgt die Konstruktion dafür, dass möglichst wenig Energie für den Antrieb benötigt wird, weil der Strömungswiderstand minimiert wird. Angetrieben werden die Wassertaxis von zwei kleinen Elektromotoren. Diese können an verschiedenen Dockingstationen aufgeladen werden und besitzen dann eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern. Kommen dabei Erneuerbare Energien zum Einsatz, ist die Fahrt mit den schwebenden Wassertaxis komplett frei von Klimaemissionen.

Die Pariser Verwaltung wünscht sich weniger Autos in der Stadt

Zu den Unterstützern des Konzepts zählt unter anderem die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Diese findet ohnehin, dass in der Stadt zu viele Autos unterwegs sind und hat daher bereits eine Reihe an drastischen Maßnahmen angekündigt und umgesetzt. So wurde ein Teil des Seine-Ufers komplett für den Autoverkehr gesperrt. Dieselfahrzeuge sollen zudem zukünftig gar nicht mehr in die Innenstadt fahren dürfen. Das Startup SeaBubbles wurde daher nicht unerheblich durch einen Fonds des französischen Staates unterstützt. Erweist sich die Technologie in Paris als erfolgreich, könnten die schwebenden Wasserfahrzeuge durchaus zu einem internationalen Exportschlager werden.

Via: Treehugger

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