Selbst fahrende Autos gelten zurzeit als große Idee der Zukunft. Fast alle großen Technologie- und Automobilkonzerne beschäftigen sich auf die eine oder andere Weise mit der dazu notwendigen Technik. Theoretisch muss die Entwicklung dabei aber natürlich nicht auf Autos beschränkt bleiben, sondern kann auch auf andere Transportmittel übertragen werden. Auf der Fachmesse Eurobike wurde nun ein Projekt präsentiert, dass langfristig ein selbst fahrendes Fahrrad entwickeln möchte. Auch konkrete Einsatzmöglichkeiten wurden bereits benannt: So könnten Postboten beispielsweise ein zweites Postfahrrad mit auf die Tour nehmen, das automatisch dem Fahrrad des Briefträgers folgt.


Via: Gizmag Copyright: CoModule
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Per Smartphone-App lässt sich das Fahrrad steuern

Ein Problem ist dabei natürlich recht offensichtlich: Fahrräder stehen nicht von alleine, so dass sie umkippen, sobald eine gewisse Geschwindigkeit unterschritten wird. Der erste Prototyp der Firma CoModule ist daher in Wirklichkeit ein Dreirad mit zwei Rädern vorne. Diese Maßnahme verhindert nicht nur das Umfallen, sondern erhöht auch die Transportkapazität des Fahrzeugs. Ausgestattet ist das smarte Fahrrad zudem mit einem kleinen Elektromotor, wie man ihn auch von den handelsüblichen Elektrofahrrädern kennt. Neu ist aber, dass sich das Fahrrad mit Hilfe von Bluetooth mit einem Smartphone verbinden lässt. Per App kann der Prototyp dann gesteuert werden, ohne dass sich ein Fahrer auf dem Sattel befindet.

Gespräche mit potentiellen Kunden laufen bereits

Dies soll aber nur die grundsätzliche Funktionsfähigkeit der Technik demonstrieren. Eigentliches Ziel des Unternehmens ist es, ein Fahrrad zu entwickeln, dass sich eigenständig, ohne ständige Steuerung, bewegt. Nach Angaben der Entwickler ist man dabei auch schon recht weit fortgeschritten und befindet sich bereits in Gesprächen mit potentiellen Abnehmern – beispielsweise der Deutschen Post. Langfristig sollen dann sogar Zustellungen ganz ohne menschlichen Auslieferer möglich werden. Es würde sich also im Prinzip um eine Art Lieferdrohne im Straßenverkehr handeln. Der Vorteil dabei: Weil die Ladung nicht in die Luft gehoben werden muss, wird deutlich weniger Energie verbraucht und es kann mehr Gewicht transportiert werden.


Via: Gizmag

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