Leibniz Insitut entwickelt Sensor-Tattoo
Leibniz Insitut entwickelt neue Sensor-Haut.

Am Leibniz Institut für Materialwissenschaften in Dresden haben Wissenschaftler ein neues Tattoo, bzw. eine elektronische Haut entwickelt, die das Aufspüren und Spüren von Magnetfeldern über die Haut ermöglicht. Das neue Tattoo ist hauchdünn, flexibel und soll dank integrierter Sensoren in Zukunft viele unterschiedliche Anwendungen ermöglichen, zum Beispiel das Orientieren oder Navigieren durch Städte und Gebäude. Wie das neue flexible elektronische Tattoo aussieht und was es genau kann, seht und erfahrt ihr in diesem Beitrag zur neuen Tattoo-Haut des Leibniz Instituts für Materialwissenschaften in Dresden.


Sense Tattoo erspürt Magnetfelder

Wissenschaftler aus Dresden haben vor kurzem ein neue flexible elektronische Tattoo-Haut vorgestellt. Die elektronische Haut enthält ein Array von magnetoresistiven Sensorfolien, die statische und dynamische Magnetfelder erfassen können. Die Sensoren bestehen aus Schichten von Cobalt, Kupfer und einem Polyethylenterephthalat (PET ) Kunststoff-Film. Die Sensoren in der künstlichen Haut können Informationen über die Nähe zu einem oder mehrerer externer magnetischer Felder drahtlos an eine externe Vorrichtung wie ein Smartphone übermitteln. Diese Daten erlauben eine visuelle Darstellung der Entfernung zu einzelnen Magnetfeldern im Raum und somit eine genaue Lokalisierung der Position des Trägers.

Sense Tattoo ist 2 Mikrometer dünn

Das neue Tattoo ist dabei nur etwa zwei Mikrometer dick, was etwa ein Fünftel eines einzelnen menschlichen Haars entspricht. Ein Quadratmeter des Materials wiegt nur etwa drei Gramm. Um das Gewicht zu veranschaulichen: Die neue Tattoo-Sensortechnologie ist leicht genug, um auf einer Seifenblase zu ruhen ohne diese zum Platzen zu bringen. Das Material ist auch unglaublich elastisch, da es in der Lage ist, sich mehr als 270% in alle Richtungen zu verbiegen ohne dabei seine Funktion zu verlieren. Das heißt in der Praxis: Die Sensoren sind auch in der Lage richtig zu funktionieren, wenn die Haut des Trägers zerknittert. Die Integration dieser Magnetelektronik könnte in Zukunft in ultradünnen Funktionselementen wie Solarzellen, Leuchtdioden, Transistoren, wie oben erwähnt, zur Navigation und Orientierung, aber auch in der Medizin sowie in taktilen Sensorfeldern erfolgen.


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Quelle: Nature.com

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