Das Innenleben städtischer Bürogebäude scheint oft abgeschnitten von der Außenwelt: Das Raumklima wird streng kontrolliert, ein Umluftsystem sorgt für frisch gefilterte Atemluft. Manche Arbeitsplätze lassen nicht einmal einen Blick durch das Fenster zu. Doch die Isolation ist nichts als Schein, Umweltsensoren aus dem Hause Aclima spüren schlechte Luft von außen auf.


Welche Auswirkungen hat die Außenluft auf das Raumklima?
Welche Auswirkungen hat die Außenluft auf das Raumklima?

Aclima erstellt großflächige Sensor-Netzwerke

Zwei Jahre lang arbeitete Aclima gemeinsam mit Google an einem aufschlussreichen Projekt. 21 Gebäude, verteilt über den gesamten Erdball, wurden mit modernen Umweltsensoren ausgestattet, die alle wichtigen Daten von der Geräuschkulisse über die Temperatur bis zur Luftfeuchtigkeit erfassten. Der erhebliche Umfang dieser Messungen mittels großflächiger Sensor-Netzwerke fällt aus dem üblichen Rahmen, ein einziger Sensor dieses Systems liefert eine Milliarde Daten pro Tag. Ein Team von Ingenieuren und Wissenschaftlern kümmert sich nicht nur um den Betrieb der Geräte, sondern auch um die Auswertung der Datenflut. So entsteht ein umfassendes Gesamtbild in bislang unbekannter Detaillehaftigkeit. Ein Ergebnis dieses Projekts ist die Erkenntnis, dass der Straßenverkehr direkt am Gebäude sogar in klimakontrollierten Räumen starke Auswirkungen besitzt.

Davida Herzl, Geschäftsführerin der Firma Aclima. Foto: Aclima
Davida Herzl, Geschäftsführerin der Firma Aclima. Foto: Aclima

Für bessere Luft in Städten und Schulen

Aclima möchte ihre Aktivitäten ausweiten und ganze Städte sowie öffentliche Gebäude mittels Umweltsensoren überwachen. Zu viele Schulen seien beispielsweise an viel befahrenen Straßen gebaut, betont die Geschäftsführerin des Unternehmens, Davida Herzl. Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel Asthma könnten die Folge sein.


Das Sammeln und Auswerten der Daten scheint sogar noch wie der leichterer Part der Gesamtaufgabe – etwas schwieriger wird es, wenn die Frage nach konkreten Problemlösungen ansteht. Die exakte Überwachung aller Umweltdaten macht Trends über Wochen und Jahre erkennbar – eine gute Basis für Städte und Gemeinden, die Luftverschmutzung ganz gezielt zu bekämpfen. Ein Beispiel hierfür wäre, den Verkehrsfluss in bestimmten Bezirken neu zu regeln, sodass es zu weniger Staus und damit zu einer Reduzierung der luftverschmutzenden Leerlaufzeiten kommt.

Quelle: wired.com

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