Viele Autofahrer dürften sich regelmäßig ärgern, wie schnell die Tankladung mal wieder verbraucht wurde. Zumal die offiziellen Angaben auch nur auf der Teststrecke erreicht werden und der tatsächliche Verbrauch in der Regel signifikant höher liegt. Ausgerechnet der Ölmulti Shell sponsert seit vielen Jahren allerdings einen Wettbewerb, bei dem es darum geht, Autos zu konzipieren, die mit einer Gallone Sprit eine möglichst große Distanz zurücklegen können. Eine Gallone entspricht dabei ungefähr 3,78 Litern. In diesem Jahr konnte sich ein Auto mit dem Namen Alérion Supermileage den Titel sichern. Das Fahrzeug legte insgesamt 4.366 Kilometer zurück, bis ihm der Sprit ausging. Dies entspricht in etwa der Distanz zwischen Atlanta und Seattle.


Schmale Reifen, ein aerodynamisches Design und Kohlenstofffasern

Da es sich um einen Wettbewerb handelt, sind die beteiligten Teams traditionell sehr zurückhaltend mit Informationen über ihre spritsparenden Fahrzeuge. Fest steht allerdings, dass in dem Auto maximal eine Person Platz findet und auf sämtliche Einbauten, die nicht zwingend nötig waren, verzichtet wurde. Auf großen Komfort musste bei der Rekordfahrt also verzichtet werden. Außerdem ist das Auto vorne extrem niedrig, was den Luftwiderstand ebenso reduziert wie das aerodynamische Design. Die Reifen wiederum waren so schmal wie möglich, weil dies die Reibung verringert und so die Reichweite erhöht. Die Fahrzelle und viele weitere Zeile wurden zudem aus Kohlenstofffasern produziert, wodurch ein extrem niedriges Gewicht erreicht wurde.


Im Idealfall finden die Ideen später den Weg in den Automobilbau

Für den Straßenverkehr würde dieses Auto natürlich nicht zugelassen werden. Das ist aber auch gar nicht das Ziel. Vielmehr starteten die Studenten der Université Laval in der Kategorie für neu entwickelte Prototypen. Diese haben nur ein einziges Ziel: Mit der einen Gallone Sprit möglichst weit zu fahren. Im Idealfall entwickeln die Teilnehmer dabei aber Ideen, die später dann auch bei Straßenverkehrsfahrzeugen Anwendung finden können. Die Université Laval hat sich zu einem Hotspot für findige Entwickler in diesem Bereich entwickelt: In den letzten zehn Jahren gewann sie das Rennen insgesamt siebenmal. In diesem Jahr musste sich ihr Fahrzeug immerhin gegen 30 Mitbewerber durchsetzen.

Via: Inhabitat

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1 Kommentar

  1. Jin

    30. Mai 2017 at 14:16

    „Viele Autofahrer dürften sich regelmäßig ärgern, wie schnell die Tankladung mal wieder verbraucht wurde.“
    Ja, kein Wunder, bei den Fahrstilen die die meisten Menschen an den Tag legen…..
    Ich selber fahr ein Erdgasfahrzeug und bin im Sommer mit gut 2,5 und im Winter mit max 2,8kg/100km unterwegs – in Euro… ca 2,50-3€/100km.

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