Der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) möchte Deutschland technologisch voranbringen. Bis 2025, so kündigte er an, soll es in Deutschland die “beste digitale Infrastruktur der Welt” geben. Dafür sind hohe Investitionen erforderlich.


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Bild: frankieleon, Flickr, CC BY-SA 2.0

Gabriel möchte Glasfasernetze ausbauen

Bis 2018 möchte die Bundesregierung für alle deutschen Haushalte einen Breitbandinternetanschluss mit mindestens 50 Mbit/s bereitstellen. Dafür sollen 10 Milliarden Euro in das Netz investiert werden. Sigmar Gabriel aber will mehr. Gegenüber dem Handelsblatt sagte er, Deutschland müsse bis 2025 “mit Gigabitnetzen die beste digitale Infrastruktur der Welt zu haben.

Für den EU-weiten Ausbau der Glasfasernetze möchte Gabriel den sogenannten “Juncker-Fonds” anzapfen, den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Dieser hält momentan etwa 315 Milliarden Euro vor. Gabriel möchte den Glasfaserausbau EU-weit vorantreiben, um Europa so auch für junge Leute attraktiver zu machen. Bei seinen Ausführungen zog er einen Vergleich zwischen dem Ausbau der Glasfasernetze und dem der Schienennetze vor 100 und der Flughäfen vor 50 Jahren.


Der EU-Fonds soll auch dabei helfen, eine Rebmonopolisierung der Telekom zu verhindern. Deutschlandweit muss in vielen Fällen noch auf den Ausbau mit Vector-Technologie gesetzt werden, wozu momentan nur die Telekom in der Lage war. Es sei also wichtig, jetzt etwas für den Glasfaserausbau zu tun.

Wie viel Arbeit hierfür in Deutschland geleistet werden müsste, zeigt allein die Tatsache, dass der Autor diesen Artikel gerade in seiner Wohnung in einer deutschen Stadt mit etwa 230.000 Einwohnern schreibt und zwar über einen 100 Mbit/s Internetanschluss verfügt, der aber über das Kabelnetzwerk bereitgestellt werden muss, da selbst die allmächtige Telekom für den Wohnort im Stadtgebiet nur 3 Mbit/s (!) bereitstellen kann.

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