Das Universum ist unendlich groß, gerade darum leuchtet es nicht unbedingt ein, warum es sich bei der Erde um den einzigen bewohnten Planeten handeln sollte. Bislang haben wir zwar noch auf keinem anderen Himmelskörper irgendwelche Lebewesen entdeckt, aber das will derzeit noch nichts heißen. Der ExoLife Finder (ELF) soll bald schon neue Erkenntnisse liefern!


Der ExoLife Finder als gigantisches Alien-Ortungsgerät / Foto: The PLANETS auf Kickstarter

Erster Prototyp der Teleskopschüssel kostet 35.000 Dollar

Auf Kickstarter wirkt diese Crowdfunding-Aktion tatsächlich wie ein ernstzunehmendes Forschungsprojekt: Genau das denken sich wohl auch die Spender, denn bei Redaktionsschluss war das Ziel von 35.000 Dollar beinahe erreicht, obwohl noch etwa zwei Tage Restlaufzeit verbleiben. Die Summe erscheint allerdings etwas niedrig angesichts des gigantischen Ziels, irgendwo im All Leben nachzuweisen – und vielleicht im Verlauf der Forschungen sogar auf ganz reale intelligente »Aliens« zu treffen.

Der erste Prototyp der Teleskopschüssel ELF, den die Forscher bauen möchten, kostet allerdings wirklich nicht so sehr viel Geld, er besteht aus Spezialspiegeln, die mit elektroaktiven Polymeren beschichtet werden. Allerdings soll später noch ein fortgeschritteneres Gerät entstehen, das eine Bauzeit von ungefähr fünf Jahren in Anspruch nimmt und etwa 130 Millionen Dollar kostet. Mit diesem Endprodukt wird sich das Team um die beiden Wissenschaftler Svetlana Berdyugina und Jeff Kuhn auf die Suche nach bewohnten Planeten begeben. Das ELF soll außerdem Hinweise auf eine von Pflanzen durchgeführte Photosynthese erkennbar machen, sodass sich damit durchaus ein »grüner Planet« aufspüren ließe. Bisherige Teleskope ließen diese Kriterien zu ziemlich außer Acht, darum birgt dieser neue Ansatzpunkt doch einiges Potential in sich.


Hier seht ihr den ELF im Kickstarter-Video

Ein Algorithmus liefert individuelle Planetenprofile

Das ELF nimmt Himmelskörper ins Visier, die sich bis zu ungefähr 24 Lichtjahre von der Erde entfernt befinden. Es soll in der Atacama-Wüste in Chile aufgestellt werden, denn dort gibt es kein störendes künstliches Licht. Ein auf die Teleskopdaten zugeschnittener Algorithmus liefert zu jedem Planeten ein individuelles Profil, so können sich die Forscher relativ zügig ein umfassendes Bild machen – und entscheiden, ob sich ein genauerer Blick lohnt. Aber was geschieht, wenn die Forscher wirklich außerirdisches Leben aufspüren? Das bleibt zunächst offen.

Quelle: kickstarter.com

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