In den Werbeanzeigen der Autohersteller ist immer auch eine Angabe zum Kraftstoffverbrauch enthalten. Wer sich diese genauer anschaut, muss zu dem Schluss kommen, dass das eigene Auto ein enormer Spritschlucker ist. Denn in der Regel ist der Verbrauch weit von den Angaben der Hersteller entfernt. Tatsächlich liegt dies aber vor allem an einem Konstruktionsfehler bei der Ermittlung der Daten: Diese werden nämlich nicht im normalen Straßenverkehr gewonnen, sondern unter Laborbedingungen ermittelt.


Dadurch war es schon immer so, dass Kunden so gut wie nie die offiziell angegebenen Werte erreichen konnten. Eine Studie des „International Council on Clean Transportation“ zeigt jetzt aber: In den letzten Jahren ist die Diskrepanz noch einmal deutlich größer geworden.

Bei so gut wie allen Herstellern weichen die Angaben zum Kraftstoffverbrauch von der Realität ab.

Strengere Richtlinien wurden bereits beschlossen

Als das Institut im Jahr 2013 erstmals die angegebenen Werte mit dem tatsächlichen Verbrauch verglichen hat, ergab sich im Schnitt eine Abweichung von etwa 25 Prozent. In diesem Jahr lag der entsprechende Wert hingegen schon bei 42 Prozent. Immer mehr stellt sich daher die Frage, welche Bedeutung den Angaben der Hersteller überhaupt beigemessen werden kann. Wohlgemerkt: Die Autobauer verstoßen keineswegs gegen geltendes Recht – der Kunde wird aber dennoch in die Irre geführt. Immerhin hat die Politik nun reagiert und strengere Richtlinien für das offizielle Testverfahren festgelegt. Die Experten des ICCT gehen davon aus, dass sich die Abweichung zwischen Labortest und Realität dadurch um etwa die Hälfte verringern wird.

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Zuletzt aktualisiert am 19.11.2017

Experten fordern strengere Sanktionsmöglichkeiten

Das „International Council on Clean Transportation“ ist für die deutschen Autohersteller keineswegs ein unbeschriebenes Blatt: Das Institut hat in den Vereinigten Staaten nicht unwesentlich zur Aufdeckung des Dieselskandals beigetragen. Nun fordern die Experten härtere Sanktionsmöglichkeiten, um Tricksereien und Falschangaben der Autohersteller angemessen bestrafen zu können. Diese haben in den letzten Monaten bereits einen erheblichen Vertrauensverlust bei den potentiellen Autokäufern erleiden müssen – wovon zuletzt auch die Verkaufszahlen der Elektroautos profitieren konnten. Jeder Autofahrer kann zudem mit einigen Tricks selbst dafür sorgen, dass der Kraftstoffverbrauch nicht unnötig in die Höhe getrieben wird.


Via: FAZ

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