Home » Internet » Skybender: Google-Drohnen sorgen für schnelles Internet

Skybender: Google-Drohnen sorgen für schnelles Internet

Google hat ein kommerzielles Interesses daran, dass möglichst viele Menschen möglichst viel Zeit online verbringen. Das Unternehmen experimentiert daher mit einer ganzen Reihe an Technologien, die den Internetzugang der Bevölkerung verbessern sollen. Das neueste Projekt in diesem Rahmen: Solardrohnen sollen die Daten im Millimeterwellenbereich versenden. Dies bringt theoretisch gleich zwei Vorteile mit sich. Zum einen ist so eine bis zu 40 mal schnellere Verbindung als aktuell möglich. Hinzu kommt, dass auf diese Weise das an seine Grenzen stoßende konventionelle Mobilfunkspektrum nicht belastet wird. Wie die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, führt Google aktuell entsprechende Versuche auf dem Weltraumbahnhof Spaceport America durch.

Eine von Titan Aerospaces entwickelte Drohne Via: Techcrunch

Eine von Titan Aerospaces entwickelte Drohne Via: Techcrunch

Die Drohnen entstammen dem aufgekauften Startup Titan Aerospaces

Dieser diente ursprünglich dem Unternehmen Virgin Galactic, wurde nun aber von Google angemietet. Umfassende Tests sind dabei notwendig, weil die neue Technik auch ihre Tücken mit sich bringt. Denn die Übertragungen im Millimeterwellenbereich ist zwar extrem schnell, allerdings nicht so reichweitenstark. Google experimentiert daher mit gebündelten und zielgerichteten Signalen und hat daher rund um den Weltraumbahnhof mehrere Empfänger und Signalverstärker aufgebaut. Die Solardrohnen stammen dabei ebenfalls von Google selbst. Genauer gesagt von der Konzerntocher Google Titan. Diese war entstanden, als das Unternehmen den Drohnenspezialisten Titan Aerospace aufkaufte. Mit den Drohnen für den privaten Gebrauch haben die Google-Drohnen allerdings nur wenig gemeinsam: Sie haben eine Spannweite von bis zu 50 Metern und fliegen oberhalb der Wetterschicht.

Google-Ballons können eine Fläche von rund 4000 Quadratkilometern abdecken

Parallel dazu verfolgt Google aber auch weiterhin den Ansatz, mit Hilfe von riesigen Ballons in abgelegenen Regionen für eine Internetverbindung zu sorgen. Das Projekt Loon ist dabei inzwischen schon so weit fortgeschritten, dass der Konzern nun eine Testlizenz für die gesamten Vereinigten Staaten beantragt hat. Wie Google vor einiger Zeit bekannt gab, können die Ballons eine Fläche von 4000 Quadratkilometern immerhin mit einer Geschwindigkeit von 10 Megabite pro Sekunde versorgen. Die Genehmigung für die landesweite Testphase würde 24 Monate laufen, wurde bisher aber noch nicht offiziell erteilt.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.


PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Jetzt einen Kommentar zum Thema schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht! Pflichtfelder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>