Das selbstreinigende Haus mit intelligenter Energieverbrauchsregelung und automatischer Lebensmittelnachbestellung ist sicher für manchen Smart Home Fan ein echter Traum. Wie nah sind wir dieser Utopie, die in vielen Details längst nicht mehr unerreichbar scheint?


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Smart Home durch intelligente Vernetzung

Durchdachte Home Wi-Fi-Systeme mit Extrafunktionen

Ab 2017 werden die einzelnen Features eines Smart Homes immer mehr Zusammenhänge erkennen und entsprechende Vorkehrungen treffen. Beispielsweise könnte der Fitnesstracker, die der Körperfunktionsdaten erfasst, Signale an Heizung, Beleuchtung und das Jalousiesystem senden, um Raumklima und Atmosphäre entsprechend zu justieren. Durchdachte Home Wi-Fi-Systeme wie Eero liefern nicht nur stabile Verbindungswerte im ganzen Haus, sondern sie teilen uns auch mit, wo wir unser Smartphone zuletzt abgelegt haben. Vielleicht wird ein solches Home-Wi-Fi schon im nächsten Jahr die Temperatur und Beleuchtung jedes Raumes entsprechend der automatisch erkannten Nutzung regeln. Softwareprodukte wie beispielsweise IFTTT verknüpfen unterschiedliche Geräte und Apps miteinander, sodass ein einziger Anreiz genügt, um eine ganze Kette von Aktionen in Gang zu setzen. Also: Heizung hoch, Licht und Musik an, sobald der Wagen in die Garage fährt!

Der virtuelle Assistent ist groß im Kommen!

Das Thema künstliche Intelligenz lässt sich ganz sicher im Jahr 2017 weiter ausweiten, Amazon gab zum Beispiel seinen virtuellen Assistenten Alexa für Drittanwender zur Nutzung und Weiterentwicklung frei. Im Amazon Echo und Amazon Echo Dot wurde das sprachgesteuerte System bereits ausgiebig praktisch erprobt. Google Home ist Amazon in diesem Bereich dicht auf den Fersen, ab 2017 wird sich die neue Technik allmählich über verschiedenen Produktarten verbreiten, sodass wir bald schon mit unserem Wecker, dem Fernseher und sogar dem Kühlschrank sprachlich kommunizieren werden. Auf diese Weise können wir dann auch von überall im Haus aus Bestellungen aufgeben oder Google per Sprachfunktion nutzen.


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In Sachen Haushaltsarbeiten lässt das süße Leben leider noch auf sich warten …

Produktchaos und Marktkonkurrenz zu erwarten

Das Set-Up komplexer Systeme wird allerdings weiterhin einige Arbeit in Anspruch nehmen und wahrscheinlich auch für Frustration sorgen. Ebenso wie in den Zeiten der allerersten PCs heißt es in vielen Fällen eben nicht: Einfach anschalten und loslegen! Die einzelnen Systeme und Komponenten stehen weiterhin eher in Konkurrenz zueinander, als dass sie dazu geschaffen sind, eine Einheit zu bilden. Obwohl es erkennbare Bestrebungen zu einheitlichen Standards gibt, wird im Jahr 2017 noch mit jeder Menge Produktchaos zu rechnen sein. Doch irgendwann wird sich höchstwahrscheinlich auch das erledigt haben.

Besonders viel »Handarbeit« wird unser Smart Home allerdings in naher Zukunft noch nicht für uns erledigen: Der universal begabte Haushaltsroboter zum leistbaren Preis liegt leider noch in recht weiter Ferne. Der selbstfüllende Kühlschrank übrigens ebenfalls, denn auch die automatische Lebensmittelnachbestellung lässt weiterhin deutlich auf sich warten. Der Amazon Dash Button reicht aber schon einigermaßen nah daran heran, deckt aber bislang nur eine sehr begrenzte Produktpalette ab.

Große Arbeitserleichterungen stehen für 2017 also noch nicht an, aber auf Smart-Home-Fans wartet immerhin ein deutliches Plus an Entertainment und Komfort.

Quelle: fastcompany.com

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