Für Laien ist es nicht immer leicht zu erkennen, ob ein im Kühlschrank gefundenes Stück Fleisch noch gefahrlos gegessen werden kann. Im Zweifel landet daher auch noch genießbares Essen im Müll. Das auf der Verpackung aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum befördert dies ebenfalls, weil die Angabe dort nur ungenau ist und nichts über den tatsächlichen Zustand des Fleisches aussagt. Die Wissenschaft möchte hier aber nun Abhilfe schaffen: Wissenschaftler des „Massachusetts Institute of Technology“ haben einen Sensor entwickelt, der in die Verpackung des Fleischs integriert ist und anzeigt, sobald das Fleisch nicht mehr sicher verzehrt werden kann.


Smarte Verpackung
Intelligenter Sensor verrät, wann Fleisch nicht mehr verzehrt werden kann. Foto: Sophie Liu/MIT

Sensoren sind klein, preiswert und simpel

„Die Leute schmeißen regelmäßig Dinge weg, die vermutlich gar nicht schlecht sind“, erläutert Timothy Swager, „Senio Author“ des Artikels, der die Technik der Öffentlichkeit vorstellte, die Idee hinter dem neu entwickelten Sensor. Natürlich gebe es auch bisher schon Technik, die schlecht gewordenes Fleisch erkennen könne. Diese sei aber zu groß und zu kompliziert, um dezentral in jeder Verpackung zum Einsatz zu kommen. „Der Vorteil, den wir haben, ist, dass unsere Sensoren am billigsten, handlichsten und am einfachsten zu produzieren sind“, so Swager weiter. Zudem ergänzte er: „Durch den Einsatz der Sensoren lassen sich Krankheiten vermeiden, die Kundenzufriedenheit steigern und die Lebensmittelverschwendung verringern.“

Patent ist bereits angemeldet

Getestet wurden die Sensoren an insgesamt vier verschiedenen Fleisch- und Fischsorten: Schwein, Hühnchen, Kabeljau und Lachs. Die Sensoren verbrauchen zudem nur wenig Energie und können mit einer einfachen Smartphone-App ausgelesen werden. Das Forscherteam hatte zudem zuvor bereits einen ähnlichen Mechanismus entwickelt, der verdorbenes Obst erkennen kann. Beide Entwicklungen wurden zum Patent angemeldet. Demnächst sollen Gespräche mit der Industrie über die serienmäßige Nutzung beginnen.


Quelle: Newsoffice MIT

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