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Smartes Sensorennetzwerk spürt chemische Verunreinigung der Ozeane auf

Der Mensch mutet den Ozeanen einiges zu. Neben der ständig zunehmenden Verschmutzung durch Plastikmüll, kommt es auch immer wieder zu chemischen Verunreinigungen – beispielsweise zum unkontrollierten Austritt von Öl. Dabei gilt: Je früher die Öllache entdeckt wird, desto einfacher gestaltet sich der Reinigungsprozess. Konnte sich das Öl erst einmal flächendeckend ausbreiten, sind erhebliche Schäden für das Ökosystem hingegen kaum noch zu vermeiden. Wissenschaftler der Polytechnischen Universität von Valencia haben daher einen Sensor entwickelt, der eine Vielzahl an chemischen Verunreinigungen aufspüren und deren Größe ausmessen kann. Mit diesen Daten ausgestattet, können die Reinigungsteams dann deutlich effizienter arbeiten und im besten Fall größere Schäden verhindern.

Ozean

Foto: The Atlantic Ocean, Milan Boers, Flickr, CC BY-SA 2.0

Zeit ist ein kritischer Faktor bei der Vermeidung von Umweltschäden

„Verschiedene chemische Verunreinigungen erfordern unterschiedliche Techniken der Reinigung. Aber der wichtigste Faktor, um die Auswirkungen und Schäden zu minimieren, ist die Frage, wie schnell diese entdeckt werden. Dies ist besonders wichtig bei Öllecks, bei denen eine vollständige Reinigung quasi unmöglich wird, wenn nicht sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden“, erklärt Jaime Lloret, der maßgeblich an der Entwicklung der Sensoren beteiligt war. Diese sind in einen schwimmenden Behälter integriert und bewegen sich unabhängig von einander durch das Wasser. Sie sind aber kabellos untereinander und mit einer zentralen Software verbunden. Haben sie dann eine Verunreinigung entdeckt, messen sie mit Hilfe eines smarten Algorithmus deren Dimension aus.

Abgleich von Echtzeitdaten liefert Erkenntnisse über die Größe des Problems

Dabei suchen sie die Punkte, an denen die chemische Verschmutzung auf sauberes Wasser trifft. Diese Daten werden dann in Echtzeit miteinander abgeglichen und lassen so schnell das Ausmaß des Problems erkennen. Bisher wurden die Sensoren allerdings nur unter Laborbedingungen getestet. Die Forscher sind sich aber sicher, dass sie auch in den wilden Ozeanen ihre Arbeit verrichten können. Öllachen sind dabei nur ein besonders eingängiges Beispiel für eine chemische Verunreinigung, das smarte Sensorennetzwerk kann aber noch eine Vielzahl weiterer Verschmutzungen aufspüren.

Via: Treehugger

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