In den Vereinigten Staaten werden rund 70 Prozent der Notrufe per Mobiltelefon abgegeben. Dies bringt aber ein Problem mit sich: Ein Festnetzanschluss lässt sich sehr leicht lokalisieren, bei einem Smartphone allerdings sind die Mitarbeiter der Leitstelle auf die Angaben des Anrufers angewiesen. Diese sind aber nicht immer so akkurat wie nötig. Experten schätzen daher, dass rund 60 Prozent der Notrufe in den USA ohne ausreichende Ortsangabe abgegeben werden. Dies führt dazu, dass die Hilfe erst verspätet eintrifft. Das US-Startup RapidSOS hat daher nun eine App entwickelt, die die ohnehin vorhandenen Lokalisierungsfunktion des Smartphones nutzt und direkt an die Rettungsstelle übermittelt.


Via: MIT
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Schnellere Lokalisierung rettet Menschenleben

Zusätzlich können die Smartphone-Besitzer auch bekannte Gesundheitsprobleme in die App eintragen. Die eintreffenden Rettungskräfte sind dann bereits über Vorerkrankungen, Allergien und eingenommene Medikamente informiert. Eine schnelle Behandlung im Notfall kann dabei Leben retten und Kosten sparen. Eine Studie aus dem Jahr 2014 kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass ungenaue Standortangaben im Schnitt landesweit die Rettungskräfte eine Minute später eintreffen lässt. Gelänge es diese Verspätung zu eliminieren würde dies in den gesamten Vereinigten Staaten jährlich rund 10.000 Menschen das Leben retten und kosten von mehr als 90 Milliarden Dollar einsparen. Neben Privatpersonen sehen die Macher von RapidSOS daher vor allem auch Versicherungen als Kunden im Blick, die ihre Kunden mit der App ausstatten könnten.

Sämtliche Lokalisierungsfunktionen des Smartphones werden ausgelesen

Bisher können Mobiltelefone lediglich behelfsweise mit Hilfe der Mobilfunkantennen lokalisiert werden. Diese Technik ist allerdings eher ungenau und nimmt viel Zeit in Anspruch. Bricht dann beispielsweise das Gespräch ab, ist zudem keine Ortsbestimmung mehr möglich. RapidSOS wiederum nutzt die ohnehin im Smartphone vorhandene Technik: GPS, Bluetooth, Wlan-Daten und selbst der Höhenmesser kommen dabei zum Einsatz. So kann in kürzester Zeit eine akkurate Standortbestimmung abgeben werden. Diese Daten werden dann auf Server von RapidSOS übertragen und schließlich an die nächste Leitstelle weitergeleitet.


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