Auf der Welt werden pro Minute etwa eine Millionen Plastikflaschen verkauft. Und nur ein Bruchteil davon wird recycelt. Eine paar Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat eine Methode zur Verstärkung von Beton entwickelt, bei der benutzte Plastikflaschen zum Einsatz kommen. Mit dem neuen Beton könnten stärkere Fundamente und haltbarere Barrieren und Gehwege hergestellt werden.


Bild: MIT

Bestrahltes Plastik verstärkt Beton

Die Methode der MIT-Studenten verstärkt den Spezialbeton gegenüber herkömmlichem Beton um etwa 20 Prozent. Um den Beton herzustellen, verarbeiteten die Studenten weggeworfene Plastikflaschen zu kleinen Plastikstücken. Diese wurden dann mit harmloser Gamma-Strahlung bestrahlt, in ein feines Pulver gemahlen und zu herkömmlichen Beton hinzugefügt.

Beton ist hinter Wasser eines der am meisten genutzten Materialien auf der Erde. Etwa 4,5 Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen wird durch die Betonproduktion verursacht. Selbst wenn nur ein kleiner Anteil des Betons durch Plastik ersetzt werden und das Material so gestreckt werden kann, könnte die Auswirkung der Zementindustrie auf die Umwelt drastisch verringert werden.


Nachhaltigerer Beton durch Plastikzusatz

Außerdem könnten durch diese Methode Millionen Plastikflaschen einer praktischen Verwendung zugeführt werden, anstatt auf den Müllkippen dieser Welt eben nicht zu verrotten. „There is a huge amount of plastic that is landfilled every year. Our technology takes plastic out of the landfill, locks it up in concrete, and also uses less cement to make the concrete, which makes fewer carbon dioxide emissions. This has the potential to pull plastic landfill waste out of the landfill and into buildings, where it could actually help to make them stronger“, so Michael Short vom MIT Department of Nuclear Science and Engineering.

Hinter dem Projekt stehen die Studenten Carolyn Schaefer und Michael Ortega. Das Team möchte in Zukunft mit verschiedenen Plastikarten sowie unterschiedlichen Dosen Gamma-Strahlung experimentieren, um herauszufinden, welche Effekte diese Veränderungen auf den Beton haben. Bisher verwenden die Studenten einen Anteil von 1,5 Prozent Plastikpulver in der Betonmischung. Das klingt nach wenig, könnte aber global gesehen einen echten Unterschied machen.

via MIT

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