Zu Weihnachten 2013 freuten sich Pamela und Anil Malhotra über ganz besonderen Besuch: Eine indische Elefantenherde mitsamt ihren Kälbern machte direkt vor ihrem Haus Halt und verweilte für etwa eine Stunde. Die eigentlich menschenscheuen Tiere spürten den Frieden und die Liebe dieser beiden Menschen und gaben sich ganz entspannt. Vielleicht ahnten die Dickhäuter auch, dass das Ehepaar ihr paradiesisches Regenwaldzuhause in jahrzehntelanger Arbeit gerettet hatte.


Vom Ödland zum Paradies

Sie kauften Stück für Stück verödete Anbaugebiete

Als Anil und Pamela vor mehr als 20 Jahren beschlossen, auf eigene Faust indisches Ödland zu rekultivieren und darauf wieder einen Regenwald wachsen zu lassen, stellten sich ihnen zahlreiche Hindernisse in den Weg. Zunächst einmal durfte nach Gesetzeslage keine einzelne Familie mehr als 3 Hektar Land besitzen, außerdem musste man bei der Eigentumsübertragung nicht nur die Zustimmung des Verkäufers anholen, sondern auch die Einwilligung sämtlicher Familienangehöriger. Doch die beiden fanden heraus, dass der sogenannte Land Ceiling Act für ausgewiesenes Kaffee- oder Tabakland nicht galt, sie also davon so viel für sich vereinnahmen durften, wie sie nur konnten. Sie kauften also Stück für Stück verödete Anbaugebiete, die durch die teils starken Regenfälle nicht mehr rentabel waren. Die Farmer konnten so ihre Schulden begleichen und sich eine neue Existenz aufbauen – und das Land durfte endlich aufatmen!

Sie gründeten bis heute ein 75 Hektar großes Naturschutzgebiet

In der indischen Region Kodagu entstand allmählich ein 75 Hektar großes privates Naturschutzgebiet, in dem heute wieder seltene Nashornvögel, Zibetkatzen und Königstiger leben – und eben auch die besagten wilden Elefanten, die sich als höchst dankbar erwiesen haben. Das Reservat erhielt den Namen »Save-Animals-Initiative«; außerdem gründeten die Malhotras noch die Non-Profit-Organisatoin »Save Animals Initiative Sanctuary Trust«, die für Vorträge und Bildungsaktionen zuständig ist. Der in den USA notariell eingetragene Sanctuary Trust ermöglicht eine Finanzierung durch Spenden, denn natürlich kann ein einziges Ehepaar diesen großen Batzen nicht ganz allein stemmen.


Möglichst wenig Menschen sollen das neu entstandene Paradies betreten, nur einige wenige Eco-Hütten stehen für den sanften Tourismus bereit. Heute sieht man dem Areal kaum noch die jahrzehntelange geduldige Arbeit an, die darin steckt, doch wer sich näher darüber informiert, wie das Ehepaar sich für diesen herrlichen Garten Eden abgerackert hat, wird nicht umhinkommen, die beiden für ihr Engagement zu bewundern. Und dabei handelte es sich um ganz normale Leute, die aus eigener Kraft das Leben auf dieser Erde ein gutes Stück besser gemacht haben.

Quelle: goethe.de 

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