Die Fidschi Inseln gehören zu den engagiertesten Befürwortern eines weltweiten Kampfes gegen den Klimawandel. Dies erscheint allerdings auch nur logisch: Zahlreiche Inseln des Staates müssten bei stark steigenden Meeresspiegeln aufgegeben werden. In diesem Jahr wird Fidschi zudem als erster Pazifikstaat die Weltklimakonferenz leiten – die allerdings in Bonn stattfindet. Nun hat die Regierung des Inselstaats ein interessantes Projekt ins Leben gerufen: Mit der Ausgabe von sogenannten „Green Bonds“ sollen Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel finanziert werden. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine einfache Anleihe, bei der Gläubiger dem Staat Geld zur Verfügung stellen und dafür Zinsen erhalten. Die Besonderheit aber: Die Verwendung ist zweckgebunden.


Foto: Jaejay77 (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Fünfzig Millionen Dollar sollen eingenommen werden

Es dürfen also nur nachhaltige Projekte aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz damit finanziert werden. Als erstes Land der Welt hatte Polen eine solche grüne Anleihe aufgelegt. Wenig später folgte Frankreich mit einem Anleihevolumen von sieben Milliarden Euro. Um solch große Summen geht es bei den Fidschi Inseln nicht. Der kleine Staat möchte lediglich 50 Millionen Dollar einsammeln. Genutzt werden soll das Geld zum einen, um die Energieversorgung bis zum Jahr 2030 komplett auf Erneuerbare Energien umzustellen. Zum anderen sollen aber auch Maßnahmen finanziert werden, die das Leben mit den Folgen des Klimawandels erleichtern. Die Fidschi Inseln sind damit das erste Entwicklungsland, das einen solchen Green Bond herausgibt.

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Zuletzt aktualisiert am 19.11.2017

Die Fidschis müssen deutlich höhere Zinsen zahlen als Frankreich

Für die Anleger kann es sich durchaus um ein attraktives Investment handeln. Je nach Laufzeit werden Zinsen zwischen 4,0 und 6,3 Prozent versprochen. Green Bonds unterscheiden sich allerdings in einem Punkt nicht von anderen Staatsanleihen: Erklären sich die Fidschi Inseln während der Laufzeit für zahlungsunfähig, droht den Anlegern ein hoher Verlust. Dieses Risiko wird durch die vergleichsweise hohen Zinsen ausgedrückt. Zum Vergleich: Frankreich gewährte bei seiner grünen Anleihe lediglich einen Zinssatz von 1,75 Prozent. Für Privatanleger dürft es recht kompliziert sein, direkt in den Green Bond der Fidschis zu investieren. Wer dennoch an einer nachhaltigen Geldanlage interessiert ist, kann sich auf einem Portal der Verbraucherzentrale über die verschiedenen Optionen informieren.

Via: Reuters


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