Software macht radioaktive Strahlung mit Digitalkamera messbar

Bild bei starker Strahlung

Das radioaktive Strahlung viele Dinge beeinflusst ist hinlänglich bekannt. So beeinflusst sie unter anderem auch die Bildsensoren der modernen Digitalkameras. Nun nutzt eine Windows Software diesen Effekt, um mit einer Digitalkamera aufgenommene Fotos, mittels der Software und eines Computers auszuwerten und direkt zu bewerten. Die Windows-Software trägt den Namen BQ-Scan. Bislang funktioniert die BQScan Software von Datinf leider nur mit den Spiegelreflexkameras des Herstellers Canon. Ob eine ähnliche Software auch für die Modelle anderer Kamerahersteller geplant ist, wurde nicht verlautet.

Die Empfindlichkeit der Bildsensoren macht die Strahlung sichtbar

Da sich Beta- und Gammastrahlung negativ auf die Bildsensoren digitaler Kameras auswirkt, müssen auch Satellitenhersteller und Astrofotografen mit diesem Umstand umgehen. Hier benötigte Kamerakonstruktionen müssen aufgrund der Auswirkungen radioaktiver Strahlung, besonders konstruiert werden. Auswertungen mit der BQScan Software sollen sich recht einfach gestalten. Zunächst soll ohne Objektiv eine Aufnahme mit aufgesetztem Kameradeckel von 30 Sekunden gemacht werden. Nun wird das so entstandene Foto mit der BQScan Software eingelesen und automatisch bewertet. Übrigens ist Alphastrahlung ist bei diesem Verfahren nicht nachweisbar. Als Grenze für den Nachweis von Strahlung werden rund 2 Mikrosievert je Stunde angegeben. Die Auswertung der Strahlung allerdings ist recht grob. Angegeben werden lediglich Punkte die die Strahlenbelastung bewerten. Die direkte Angabe von Sievert pro Stunde ist leider nicht möglich. Strahlenbelastung ist nicht nur durch Fukushima zu einem Thema geworden, auch der Terahertz Scanner oder die Nacktscanner an den Flughäfen machen den Menschen Angst.

Mit einer solchen Software könnten Kameras entwickelt werden die die Strahlenbelastung in Bilder einblenden

Bleibt abzuwarten, ob sich eine Software wie diese, so weiterentwickeln lässt, dass sie exakte Angaben zur Strahlenbelastung machen kann. So könnten in die gemachten Bilder nicht nur die Daten wie Datum und Zeit, oder bei neueren Digitalkameras sogar der Aufnahmeort eingeblendet werden, sondern zudem noch die Strahlenbelastung, die an dem Ort vorherrschte. Ein Beispiel für Kameras die mittels GPS den Aufnahmeort einblenden ist die ATC9K HD Action Kamera. Diese Bilder könnten dann sogar auf Papier gebannt werden. Kostenlose Bilder bekommt man übrigens über fotos-bestellen. Weitere Literatur zu diesem Thema findet sich unter radhome.gsfc.nasa.

Quelle & Bild: bqscan