2009 gründeten Scott Thompson und Brandi DeCarli die Initiative „Farm from a Box„. Das Farm Kit kombiniert dabei neuste Technologien und Nachhaltigkeit im Bereich der modernen Landwirtschaft. Farm from the Box wird auch das Schweizer Taschenmesser der nachhaltigen Landwirtschaft genannt. Knapp ein Hektar Land kann 150 Menschen mit Nahrung versorgen. Das in San Francisco ansässige Startup von Thompson und DeCarli möchte die Landwirtschaft einfacher machen und somit auch nützliche Tools liefern, um eine eigene kleine Farm betreiben zu können.


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Bestandteile der Farm

Die Farm aus der Box besteht im Kern aus einem Schiffscontainer, der wichtige Materialien und Werkzeuge beinhaltet. Das Kit kann beispielswiese bei Naturkatastrophen aber auch bei Lagern für Geflüchtete zum Einsatz kommen. Die Farm wird mit Solarmodulen betrieben und bietet somit auch eine mobile Aufladestation. Zudem sind LEDs als Leuchtmittel installiert. Weiterhin ist eine Klär- und Bewässerungsanlage mit an Bord. Und auch ein Computer für Land- und Bodenkartierung darf nicht fehlen.


Farm from a Box im Video

Trainingsprogramm für nachhaltige Landwirtschaft

Ähnlich wie beim WASP-Projekt, welches nicht nur die Hardware für den Bau einfacher Wohnhäuser liefert, sondern auch entsprechende Workshops für die Nutzer anbietet, möchte auch Farm from a Box Menschen anleiten. Das Kit wird in Kombination mit wichtigem Wissen geliefert. Somit soll Menschen die Möglichkeit geboten werden eigene Lebensmittel zu produzieren und sich somit auch eine eigene Einkommensgrundlage schaffen zu können. Oftmals fehlt es kleineren Gruppen und Zusammenschlüssen einfach an Ressourcen. Im Rahmen spezieller Trainings werden die künftigen Farmer in den Bereichen „nachhaltige Landwirtschaft“, „Nutzung technologischer Hilfsmittel“ und „Unternehmensgrundlagen“ geschult.

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Ein Einsatzfeld sollen auch Gebiete ausmachen, die von Naturkatastrophen eingeholt wurden. Das Startup möchte dann bei der landwirtschaftlichen Regeneration unterstützen. Nach dem Anstoß und der erfolgreichen Anwendung, können so beispielswiese Schulen oder auch Notunterkünfte mit Lebensmitteln und auch Wasser versorgt werden. Farm from a Box zählt sich selbst allerdings nicht als Charity-Zusammenschluss. Vielmehr verfolgt die Initiative das Ziel Gemeinschaften mit nachhaltigen Mitteln zu unterstützen und deren Unabhängigkeit zu festigen.

Kosten und Leistung

Jeder Zusammenschluss, jede Gemeinde, Schule oder Initiative kann sich ein „Farm from a Box“-Kit kaufen. Das Kit kostet 50.000 US Dollar und wird mit einer Solaranlage und einem kompletten Wasserkreislaufsystem (Wasseraufbereitungsanlange), inklusive Solarpumpe, geliefert. Alle Hilfsmittel, die Strom benötigen, können über die Solaranlage geladen werden. Die Kapazität beträgt ausreichende 3 kW Speicher. Das ist den Gründern zufolge genug, um die Solar-Pumpe und auch das ebenfalls implementierte Wifi-Netzwerk mit Strom zu versorgen. Dank der Internetverbindung kann die Farm rund um die Uhr überwacht werden. Die Farm aus der Box versorgt sich komplett unabhängig. Benötigt wird allerdings Land und entsprechendes Saatgut. Letzteres kann bis zur Aussaat oder zum Weiterverkauf auch im ebenfalls enthaltenen Kühlraum gelagert werden.

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Einige Farmen werden seit geraumer Zeit schon im Testlauf betrieben. So wurde ein Prototyp auf der Shone Farm in Sonoma County aufgebaut. Es handelt sich dabei um ein Projekt des Santa Rosa Junior College. Die Schüler befassen sich ausgiebig mit dem Thema der nachhaltigen Landwirtschaft und erproben verschiedene Anbaumethoden zu unterschiedlichen Klimabedingungen und versorgen die Schulküche dann auch noch mit frischen Bio-Lebensmitteln. Weitere Testfarmen befinden sich in Kalifornien und Virginia. Zudem planen die Gründer auch Projekte in Äthiopien, Nepal, Bhutan und Afghanistan zu unterstützen. „Der Shone Farm Prototyp arbeitet sogar effizienter als wir im Voraus berechnet haben. Die Produktion und der Energie-Output ist sehr hoch“, erklärt DiCarli.

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