Das in Portugal ansässige Unternehmen Quarkson gab jüngst bekannt, dass die neuen SkyOrbiter Drohnen erfolgreich getestet wurden und somit einem dauerhaften Einsatz in Zukunft nichts mehr in Weg steht. Bei diesen unbemannten Flugobjekten handelt es sich jedoch nicht um Sport- oder Video-Drohnen, sondern um fliegende Modems, die in bisher noch nicht abgedeckten Regionen der Welt Internet verfügbar machen sollen.


Skyorbiter

LTE Internet via Drohne aus 22 Km Höhe

Die Drohnen sind an den Tragflächen und am Bug mit Solarzellen ausgestattet, die die nötige Energie zum Flugbetrieb bieten und die Flugobjekte somit über einen längeren Zeitraum in den Lüften halten. In 22.000 Metern Höhe können die Drohnen Quarkson zufolge sogar Jahre ohne Zwischenlandungen verbringen. Mit dem Gedanken an einer Vielzahl von Drohnen über den Horizont verteilt, dürfte man jedoch auch ein Bauchschmerzen bekommen, schließlich würden sich die Drohnen dann den Himmel mit Flugzeugen und anderen Flugobjekten teilen, die menschliche Innensassen beherbergen. Die Koordination der SkyOrbiter mit dem Luftfahrtverkehr bedarf also einer gesonderten Hürde, die es nun zu überwinden gilt.


Der Testflug wurde am 2. April absolviert und konnte erfolgreich gemeistert werden. Die Drohnen sendeten Internet mit LTE-Geschwindigkeiten auf den Erdboden. Die Signale konnten mit einer gewöhnlichen Wurfantenne eingefangen und auch verwertet werden. Quarkson betonte abschließend, dass die Massenproduktion der Internet Drohnen bereits begonnen hat. Zuletzt haben wir von Facebooks Vorhaben berichtet, Internet via Drohnen weltweit verfügbar zu machen. Google arbeitet seit längerem schon an einem ähnlichen Projekt. Statt Drohnen setzt der Suchmaschinen-Gigant beim Project Loon jedoch auf spezielle Luftballons, die wesentlich tiefer fliegen und ebenfalls über eine größere Zeitspanne  in der Höhe verweilen können.

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