Die Pazifikinsel Ta’u ist Teil von Amerikanisch-Samoa und liegt hunderte Kilometer östlich von Australien. Bisher waren die Bewohner dabei auf Dieselgeneratoren zur Energieerzeugung angewiesen. Dazu musste der Treibstoff zunächst per Schiff hinübergefahren werden und wurde dort dann vor Ort verbraucht. Diese Methode hatte zwei Nachteile: Zum einen war sie extrem schädlich für die Umwelt und zum anderen waren die rund 600 Bewohner von regelmäßigen Versorgungsfahrten der Schiffe abhängig. Teilweise tauchte aber auch längere Zeit kein Schiff mit Diesel auf – was zu einer Rationierung der vorhandenen Vorräte führte. Nun hat das US-Unternehmen SolarCity aber eine nachhaltigere Form der Energieversorgung installiert: Zukünftig können sich die Bewohner auf die Kraft der Sonne verlassen.


Credit: SolarCity
Credit: SolarCity

5.238 Solarpanels und sechzig Tesla Powerpacks wurden auf der Insel installiert

Dazu installierte das Unternehmen auf einer Fläche von 1,4 Hektar insgesamt 5.328 Solarpanels. Diese besitzen einen Output von 1,4 MW und sind mit sechzig Tesla Powerpacks verbunden. Überschüssige Energie wird dann einfach in den Powerpacks gespeichert und bei Bedarf nach und nach abgegeben. Sieben Stunden Sonnenlicht reichen dabei aus, um die Speichermodule vollständig aufzuladen. Diese genügen dann, um theoretisch drei ganze Tage ohne Sonne zu überstehen – was auf der Pazifikinsel aber tatsächlich nie vorkommt. Insgesamt sollen durch die Solarpanels jährlich 498.000 Liter Diesel eingespart werden – was sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel der Bewohner schont.

SolarCity will auch US-Häuser unabhängig von fossilen Energieträgern machen

Die Bauarbeiten an dem Solarkraftwerk begannen dabei bereits im vergangenen November und wurden nun vor kurzem vollendet. Die Zusammenarbeit zwischen SolarCity, die die Solarmodule liefern und Tesla, das für die Speichermodule verantwortlich zeichnet, ist dabei natürlich kein Zufall. Vielmehr ist Elon Musk bereits seit längeren an beiden Unternehmen beteiligt – und hat vor einiger Zeit auch eine Fusion angekündigt. Diese soll in den nächsten Monaten vollzogen werden. Langfristig sollen dann nicht nur Inselbewohner im Pazifik unabhängig von fossilen Energieträgern werden, sondern auch Eigenheimbesitzer in den Vereinigten Staaten. Denn die von Tesla und SolarCity entwickelten Solardachziegeln können im Zusammenarbeit mit den Energie speichernden Powerpacks ebenfalls für eine ausschließlich auf Sonnenenergie basierende Energieversorgung sorgen.


Via: Newatlas

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