Auch in Deutschland wurden und werden regelmäßig Dörfer und Gemeinden umgesiedelt, um weiteren Bergbau zu ermöglichen. In Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, geschieht dies allerdings im ganz großen Stil. Dort wird die gesamte Stadt um rund fünf Kilometer nach Osten verlegt, damit die darunter liegenden Eisenerzvorräte abgebaut werden können. Ein solches Mammutprojekt sorgt aber natürlich immer auch für Diskussionen und Gesprächsbedarf. Die schwedische Architekturfirma Bigert & Bergström hat daher für die Stadt und ihre Umgebung eine besondere Gesprächsmöglichkeit geschaffen: Eine vergoldete Sauna in der Form eines Eis. Diese lässt sich einfach auseinander bauen und an verschiedenen Orten errichten, sodass die Sauna im Laufe der Zeit durch die Stadt wandern wird.


Foto: Jean-Baptiste Béranger

In der vergoldeten Außenhülle spiegelt sich die Umgebung

Die Ei-Form wurde dabei ganz bewusst gewählt. Sie soll eine Art Neugeburt symbolisieren, wie sie die Stadt und ihre Einwohner gerade erleben. In der vergoldeten Außenhülle spiegelt sich zudem die Landschaft und die Umgebung in verschiedene Richtungen, wodurch die Phase des Umbruchs in der Region dargestellt wird. Die Architekten hoffen, dass in der Sauna die Menschen zusammenkommen und ihre Probleme, Hoffnungen und Pläne diskutieren. Im Inneren selbst funktioniert die Sauna allerdings wie alle anderen auch: In der Mitte befindet sich ein mit Holz befeuerter Ofen, der die Temperatur auf Werte zwischen 75 und 85 Grad Celsius bringt – wodurch die Besucher im Idealfall ordentlich in Schwitzen kommen.

Die Sauna bietet Platz für bis zu acht Personen

Das Ei ist knapp sechs Meter hoch und gut fünf Meter breit. Fenster sind in der vergoldeten Außenhülle nicht vorgesehen. Die Lichtversorgung wird daher über LED-Leuchten sichergestellt, die von einer Batterie mit Energie versorgt werden. Die Innenverkleidung besteht zudem aus Pinienholz und sorgt so für den klassischen Sauna-Look. Den Angaben der Architekten zufolge finden in der eiförmigen Sauna bis zu acht Personen Platz. Die Fotos legen allerdings nahe, dass es bei dieser Anzahl an Besuchern doch recht eng werden könnte. Der Besuch selbst ist mit einer Voranmeldung verbunden, dafür aber kostenlos. Für Handtücher, Snacks und Bademantel werden allerdings Zahlungen fällig.


Via: New Atlas

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