Soundbrenner Pulse: Das Hangelenk-Metronom in „Die Höhle der Löwen“

Besonders Klavierspieler dürften das gute alte Metronom kennen. In der klassischen Version steht es in einem Gehäuse auf dem Klavier und gibt mit einem Metallpendel den Takt vor. Metronome kommen auch bei anderen Musikinstrumenten zum Einsatz und es gibt sie natürlich auch in elektronischen Varianten. Eine ganz besondere Version haben sich die beiden Gründer Florian Simmendinger (28) und Julian Vogels (29) ausgedacht: Sie haben ein elektronisches Metronom erfunden, das als Wearable am Handgelenk getragen werden kann und mit allerlei nützlichen Features einher kommt.

Bild: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Metronom am Handgelenk

Die beiden Gründer aus Berlin haben ihre Erfindung auf den Namen „Soundbrenner Pulse“ getauft. Anders als viele andere Metronome gibt das Gerät den Takt nicht auditiv vor, sondern mittels einer kurzen Vibration, die der Träger am Handgelenk spürt. Das hat den Vorteil, dass der Musiker nicht von dem Geräusch des Metronoms abgelenkt wird, aber dennoch problemlos den Takt halten kann. Das hat auch den großen Vorteil, dass das Soundbrenner-Metronom auch problemlos in lauten Umgebungen wie etwa auf Bühnen bei Auftritten funktioniert.

Bei Bedarf können bis zu 20 Soundbrenner-Metronome miteinander synchronisiert werden, sodass auch Bands oder Orchester in einem gemeinsamen Takt bleiben können. Auf Wunsch können in einer App auch Akzente im Vibrationsmuster gesetzt werden. Die App bietet außerdem Schnittstellen für professionelle DAW Software wie Ableton oder die Integration von Bluetooth Fußpedalen.

Die Inspiration für das Soundbrenner-Metronom stammt aus dem Musikunterricht der Gründer. Einer der beiden hatte einen Musiklehrer, der beim Klavierunterricht stets den Takt mittels Tippen auf der Schulter seines Schülers vorgab. Die Idee, das klassische Metronom für taktiles Feedback umzugestalten, ergab für die beiden Gründer deshalb sofort Sinn.

Soundbrenner bei Die Höhle der Löwen

2015 gab es eine erste Finanzierungsrunde für den Soundbrenner Pulse auf der Crowdfundig-Seite Indiegogo. Damals kamen 239.000 US-Dollar zusammen, die das Startup für die Produktentwicklung verwendete. In dieser Zeit erhielt das Unternehmen auch viel Aufmerksamkeit in den USA, wo der Soundbrenner Pulse als „Apple Watch für Musiker“ tituliert wurde. Nun aber wollen die Gründer weiter expandieren und benötigen dazu mehr Geld. Auf der Suche nach Investoren nahmen die zwei auch an der Vox-Show Die Höhle der Löwen teil.

Bei ihrem Pitch stachen Simmendinger und Vogels nicht nur mit ihrer Idee aus der Masse der Startups heraus – auch ihr Angebot hat es in sich: 1,5 Millionen Euro verlangen sie für einen Unternehmensanteil von 10 Prozent. Das macht Soundbrenner auch für Die Höhle der Löwen zu einem recht hoch bewerteten Startup.

Eine Chance auf Erfolg haben die Gründer dennoch. Schließlich können sie ein fertig entwickeltes Produkt und einige Erfolge vorweisen. Bei ihrem Pitch wollten Simmendinger und Vogels sich eigentlich auf Judith Williams konzentrieren – diese ist schließlich auch Musikerin und hat ein Gesangsstudium absolviert. Leider ist Williams jedoch erkrankt und ließ sich bei der Aufzeichnung von Dr. Georg Kofler vertreten. Aber auch Frank Thelen wäre als Software-Spezialist unter den Löwen interessant für Soundbrenner.

Ob der Pitch erfolgreich war, kann heute Abend bei der Ausstrahlung von Die Höhle der Löwen verfolgt werden.

Wer mehr über die hohe Kunst des Pitchens erfahren möchte, dem sei an dieser Stelle unser Interview mit Daniel „The Pitch Professor“ Cronin ans Herz gelegt.