Aktuell finanziert sich das private Unternehmen SpaceX vor allem durch kommerzielle Weltraumtransporte. So absolviert der Konzern Versorgungsflüge zur internationalen Raumstation ISS und bringt Satelliten ins Weltall. Zukünftig sieht das Geschäftsmodell aber auch vor, regelmäßig Touristen ins All zu transportieren. Geplant ist dabei, dass zwischen zehn und zwanzig Prozent des Umsatzes durch private Weltraumfahrer generiert wird. Langfristig soll dann sogar eine eigene Kolonie auf dem Mars errichtet werden. Nun hat Unternehmenschef Elon Musk einen ersten Termin bekannt gegeben: Schon im Jahr 2018 sollen die ersten beiden Weltraumtouristen des Unternehmens zum Mond geflogen werden. Eine Landung dort ist allerdings nicht vorgesehen, vielmehr soll die Rakete mit den beiden Passagieren den Erdtrabanten umfliegen und dann zur Erde zurückkehren.


Bild: SpaceX

Seit vierzig Jahren ist kein Mensch mehr zum Mond geflogen

Welche beiden Kunden für den Mondflug ausgewählt wurden, ist bisher nicht bekannt. SpaceX teilte aber mit, dass bereits eine erhebliche Anzahlung geleistet wurde und zeitnah mit den notwendigen Fitnesstests und Vorbereitungstrainings begonnen werden soll. Zwei weitere Teams hätten zudem bereits ernsthaftes Interesse an der Buchung weiterer Flüge gezeigt. Klappt das SpaceX-Projekt wäre es für die Menschheit eine Rückkehr nach sehr langer Zeit: Das letzte bemannte Raumschiff, das zum Mond flog, war Apollo 17 vor rund vierzig Jahren. Die damals verantwortliche US-Raumfahrtbehörde NASA ist auch in das jetztige Projekt involviert und arbeitet eng mit SpaceX zusammen.

Private Weltraumtouristen sollen für breitere Einnahmen sorgen

Für den Flug soll dabei eine neu entwickelte Rakete namens Falcon Heavy genutzt werden. Diese muss allerdings zuvor selbst erst noch ausführlich getestet werden: Der erste unbemannte Flug ins All ist für diesen Sommer geplant. Für SpaceX ist die Entwicklung im Bereich der Weltraumtouristen von enormer Bedeutung. Denn aktuell stammt ein Großteil der Einnahmen noch von der NASA und dem US-Verteidigungsministerium. Mehrere gescheiterte Raketenstarts sorgten allerdings dafür, dass bei weitem nicht so viele Transportflüge durchgeführt werden konnten wie ursprünglich geplant. Das Unternehmen hat daher in den Jahren 2015 und 2016 jeweils einen Verlust verbuchen müssen. Das Geschäft mit privaten Weltraumreisen soll helfen, zukünftig wieder Gewinne zu erwirtschaften.


Via: The Verge

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