Viele Menschen haben panische Angst vor Spinnen. Dabei sind die Tiere hierzulande vollkommen ungefährlich. Wissenschaftler der „University of Akron“ und des „Virginia Polytechnic Institute“ haben nun ein tiefergehendes Interesse an den achtbeinigen Tieren entwickelt. Sie sind fasziniert von den Netzen, die die Spinnen auswerfen, um damit Beute zu fangen. Denn hat sich ein Tier einmal in einem solchen Netz verfangen, hat es keine Chance mehr zu entkommen. Bisher ist aber nicht bis ins letzte Detail bekannt, wodurch diese besondere Zähigkeit des Klebstoffs entsteht. Genau dies wollen die Forscher nun ändern. Anschließend möchten sie auf der Basis ihrer Erkenntnisse einen Klebstoff mit ähnlichen Eigenschaften entwickeln.


By Manfi.B. (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
By Manfi.B. (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Klebstoff hält auch bei hoher Luftfeuchtigkeit

Neben der besonderen Haftung hat der Kleber der Spinnennetze in diesem Zusammenhang noch eine weitere interessante Eigenschaft: Er behält seine Klebefähigkeit vollkommen unabhängig von äußeren Umweltfaktoren. Die Beute der Spinne hat keine Chance zu entkommen – egal ob es warm oder kalt oder trocken oder feucht ist. Die meisten künstlichen Kleber, die momentan produziert werden, scheitern genau daran: Bei hoher Luftfeuchtigkeit verlieren sie an Klebekraft. Diesen Effekt kennt jeder von Pflastern, die sich abzulösen beginnen, sobald man anfängt zu schwitzen. Für Spinnen ist es aber logischerweise wichtig, bei jedem Wetter etwas zu fressen zu haben.

Salze und Proteine werden genauer unter die Lupe genommen

In einem ersten Schritt wollen die Forscher nun die genaue Zusammensetzung des Spinnenklebstoffs analysieren. Dabei wird geschaut, welche Salze und Proteine darin vorkommen und welche Funktion diese jeweils erfüllen. Gelingt dies, wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung besserer Klebstoffe getan. So hoffen die Forscher beispielsweise letztlich Pflaster und Bandagen entwickeln zu können, die länger auf der Haut bleiben und sich nicht vorzeitig lösen. Auch zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten sind denkbar. Einen konkreten Zeitpunkt, wann die Grundlagenforschung zu einem ersten Produkt werden könnte, wollten die Forscher allerdings noch nicht benennen.


Via: Digital Journal

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