Das Konsumverhalten hat sich in den letzten Jahren teilweise enorm gewandelt. Nirgendwo wird dies deutlicher als in der Filmbranche: Während früher DVDs gekauft wurden, werden Filme und Serien heute zumeist gegen eine monatliche Gebühr gestreamt. Aber auch in der Autobranche gibt es Entwicklungen, die den Besitz eines eigenen Autos weniger wichtig erscheinen lassen – etwa das Carsharing. Für die Autohersteller könnte dies zum Problem werden, weil dann das traditionelle Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Porsche testet daher zukünftig in Atlanta ein neues Vertriebsmodell: Dort können Kunden den sogenannten Porsche Passport buchen und erhalten dann gegen eine monatliche Gebühr Zugriff auf verschiedene Modelle des Sportwagenbauers.


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Der Elektro-Porsche Mission E kann bisher noch nicht im Abo gebucht werden. (Bild:Porsche)

Für den Panamera werden 3.000 Dollar im Monat fällig

Konkret heißt dies: Wer bereit ist, 2.000 Dollar im Monat zu zahlen, kann zwischen acht verschiedenen Modellen des Konzerns per App wählen und bekommt immer sein Lieblingsauto vor die Tür geliefert. Wer allerdings den Porsche 911 oder den Panamera fahren möchte, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Beide sind lediglich im Programm Accelerate enthalten. Kostenpunkt: 3.000 Dollar im Monat. Damit liegt die Monatsgebühr deutlich oberhalb der gängigen Leasingrate für einen Porsche. Dafür sind allerdings auch schon sämtliche Kosten abgedeckt – der Nutzer muss nur noch den Tank selber füllen. Verspürt der Kunde den Wunsch nach einem anderen Modell, muss er dies nur in der App eingeben. Anschließend wird das alte Auto abgeholt und das neue Wunschmodell vor die Tür gestellt.

Auch Cadillac und Audi denken in eine ähnliche Richtung

Das Programm in Atlanta ist nun ausdrücklich als Pilotprojekt deklariert. Ob und wann es auch in anderen Regionen verfügbar sein wird, dürfte also vor allem davon abhängen, wie gut das Angebot von den potentiellen Nutzern in und um Atlanta wahrgenommen wird. Ganz neu ist der Abo-Ansatz allerdings nicht: Cadillac bietet in New York einen ähnlichen Service – und will diesen zukünftig auch in München testen. Der deutsche Autobauer Audi hatte mit einer ähnlichen Idee allerdings weniger Erfolg: Bei Audi Select sollten Kunden alle drei Monate ein neues Auto wählen können. Dieses Angebot wurde inzwischen aber wieder vom Markt genommen.


Via: Engadget

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