Ursprünglich lebten die meisten Dörfer und Städte mehr oder weniger autark und produzierten die benötigten Waren in der Regel selbst. Dann aber setzte ein Trend zur immer stärkeren Verflechtung der Wirtschaft ein. Heute fließen daher jeden Tag riesige Warenströme über den Erdball. Ein Dorf in den Niederlanden möchte nun aber gewissermaßen zurück in die Zukunft. Bei dem Projekt namens ReGen Villages entstehen aktuell 25 Häuser, die vollkommen unabhängig von der Außenwelt überleben können. Der Clou dabei: Dank modernster Technologie müssen die Bewohner nicht einmal auf den gewohnten Lebensstandard verzichten. Selbst Fleisch und Fisch werden vor Ort produziert und dann von den Einwohnern verspeist.


Copyright: ReGen Villages
Copyright: ReGen Villages

Gefiltertes Regenwasser dient der Trinkwasserversorgung

Das Konzept sieht dabei insgesamt vier Bereiche vor, in denen die Selbstversorgung erreicht werden muss: Die Essensproduktion, die Versorgung mit Wasser, die Müllentsorgung und die Energieproduktion. Saisonal bepflanzte Gewächshäuser und Ställe zur Tierhaltung stellen dabei den Grundstock der Nahrungsmittelversorgung. Eine Besonderheit stellt die Fischzucht dar: Diese wird mit einem Pflanzenanbau in Hydrokultur kombiniert, so dass die Ausscheidungen der Fische als Dünger für die Pflanzen genutzt werden kann. Für die Wasserversorgung wird weitgehend das Regenwasser genutzt. Ein Teil davon wird klassisch zur Bewässerung der Pflanzen genutzt, ein Teil wird aber auch gefiltert und stellt dann die Trinkwasserversorgung sicher. Auf Softdrinks und Energygetränke aus eigener Produktion müssen die Bewohner allerdings verzichten.

Das Interesse der Bevölkerung ist groß

Die Müllentsorgung ist zudem so konzipiert, dass sie einen Beitrag zur Energieversorgung leistet. Denn während der Biomüll als Dünger verwendet wird, wird der restliche Müll schlicht verbrannt und die dabei entstehende Energie dann eingefangen und genutzt. Darüber hinausgehender Bedarf an Energie wird schließlich durch Sonnen- und Windkraftanlagen gedeckt. Die Idee der ReGen Villages scheint dabei einen Nerv getroffen zu haben. Die Wartelisten für zukünftige Bewohner sind jedenfalls heillos überfüllt. Nach Vollendung des Pilotprojekts in den Niederlanden soll daher sofort mit dem Bau weiterer autarker Dörfer begonnen werden. Als mögliche Standorte sind dabei auch Flächen in Dänemark, Norwegen und Deutschland im Gespräch.


Via: ReGen Villages

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