Die Problematik dürfte jedem bekannt sein: Eigentlich müsstest du noch jede Menge Dinge erledigen. Aber viel zu lange schiebst du deine Aufgaben einfach vor dir her. Erst wenn die Erledigung unvermeidlich wird, nimmst du die Dinge dann auch tatsächlich in Angriff. Oft genug fragst du dich dann, weshalb du nicht schon viel früher angefangen hast – jede Menge Stress wäre dir dann erspart geblieben. Das Online-Projekt „Go fucking do it“ will dir dabei helfen, deine Dinge zu erledigen. Allerdings wählt es dafür einen recht ungewöhnlichen Ansatz: Erreichst du dein Ziel nicht, musst du eine Geldstrafe zahlen.
Go fucking do it
Das Prinzip der Seite ist recht simpel. Du gibst ein, was du erledigen möchtest und setzt dir selbst eine Deadline. Anschließend hinterlegst du deine Kontodaten und legst die Höhe deiner Geldstrafe fest. Als Zeugen benennst du zudem einen Freund oder Verwandten. Nach Ablauf der Frist kontaktiert die Plattform dann diesen Zeugen. Kann dieser bestätigen, dass die Aufgabe erledigt ist, behältst du dein Geld. Ist das selbstgesteckte Ziel allerdings noch nicht erreicht, wird die vereinbarte Geldstrafe von deinem Konto abgebucht und kann auch durch eine nachträgliche Erledigung der Aufgabe nicht mehr zurückgeholt werden.


Fordere deine Freunde heraus!

Umgekehrt funktioniert das Prinzip auch. Kennst du jemanden, der schon lange eine Aufgabe vor sicher her schiebt, kannst du diesen herausfordern. Du legst dann eine Deadline und eine Geldstrafe fest. Nimmt dein Kumpel die Herausforderung an, fungierst du als Schiedsrichter und Zeuge. Insgesamt wurden auf diese Weise schon potentielle Geldstrafen von 40.000 Dollar ausgelobt. Wie hoch die Quote der erfolgreich ausgeführten Projekte ist, ist nicht bekannt. Ebenso ist noch unklar, was mit den Geldstrafen passiert. Eine Spende für den guten Zweck würde den Nutzern nur eine einfache Ausrede geben, ihren Job doch nicht zu erledigen, schreiben die Macher der Seite lediglich. Bis dato kann das Start-up über die eingenommenen Geldstrafen also frei verfügen.

Projekt: Zwölf Start-ups in zwölf Monaten

Gegründet wurde das Projekt von Pieter Levels. Dieser reist seit einiger Zeit um die Welt und hat sich das Ziel gesetzt in zwölf Monaten, zwölf Internet Start-ups zu starten. Um sich zum arbeiten zu zwingen, setzte er sich dabei immer wieder selbst strafbewehrte Deadlines – und kam so auf die Idee „Go fucking do it“ zu gründen. Für Leute, die grundsätzlich alles auf den letzten Drücker erledigen, ist eine solche vorgezogene, virtuelle Deadline durchaus eine gute Idee. Wichtig dürfte sein, den richtigen Schiedsrichter zu finden. Dieser darf sich nicht erweichen lassen und muss verpasste Deadlines auch gnadenlos weitergeben. Gleichzeitig solltest du im Falle einer Geldstrafe die Schuld nicht beim Schiedsrichter suchen, sondern deine Arbeitsweise optimieren.


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