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Statistiker versucht Präsenz von „Game of Thrones“-Charakteren im sechsten Buch zu berechnen

Weltweit warten zahlreiche Fans gespannt auf die Fortsetzung der „Game of Thrones“-Reihe. Doch bisher hat Autor George R. R. Martin noch kein Datum für die Veröffentlichung des sechsten Buches der Serie genannt. Ein neuseeländischer Statistiker hat nun anscheinend die Geduld verloren und versucht, mit Hilfe statistischer Formeln, die Wahrscheinlichkeit und die Häufigkeit des Auftauchens der verschiedenen Charaktere im nächsten Band der Reihe zu berechnen. Dazu muss man wissen, dass Martin die Geschichte aus der Perspektive verschiedener Hauptfiguren erzählt, die dafür jeweils eigene Kapitel erhalten.

Game of Thrones

Foto: „Seattle Sounders defender Andrew Duran“, Suzi Pratt CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Die Bayessche Statistik soll Richard Vale von der University of Canterbury nun verraten, wie viele Kapitel ein Charakter im nächsten Buch erhält. Und im Umkehrschluss natürlich auch: Ob ein Charakter vielleicht keine Kapitel mehr erhält, weil er beispielsweise einen grausamen Serientod stirbt. Die statistische Methode beruht dabei auf Daten aus den fünf ersten Büchern und versucht diese Entwicklung auf das noch zu erscheinende Buch fort-zuschreiben. Oder mit anderen Worten: Eine Figur deren Kapitelanzahl in den letzten Büchern stetig zunahm, dürfte auch im nächsten Buch mit einigen Kapiteln rechnen. Umgekehrt gilt: Figuren, die nur am Anfang eine größere Rolle spielten, müssen im nächsten Buch mit einer weiteren Marginalisierung rechnen.

Wahrscheinlichkeitsrechnung ist keine exakte Wissenschaft

Exakte Aussagen über die Kapitelzahl lassen sich so natürlich dennoch nicht treffen. Aber es können Wahrscheinlichkeiten berechnet werden. Das Ergebnis der statistischen Berechnungen gibt somit für jede Figur die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Kapitelanzahl an. Dies lässt sich dann grafisch in einer Kurve darstellen. Je wichtiger ein Charakter im nächsten Buch ist, desto weiter verschiebt sich seine Kurve auf der X-Achse nach rechts – die Wahrscheinlichkeit für viele Kapitel ist also hoch. Bereits gestorbene Figuren wiederum werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wieder auftauchen. Hier ist also ganz links auf der X-Achse ein hoher Wert zu erwarten.

Bisher allerdings ist diese Methode, bezogen auf die Fortschreibung von „Game of Thrones“ noch ungetestet. George R. R. Martin ist dafür bekannt, Charaktere völlig überraschend und ohne große Vorankündigungen sterben zu lassen. Es ist daher eher fraglich, ob sich aus der Präsenz in den ersten fünf Büchern, wirklich auf den Inhalt des sechsten Buches schließen lässt. Vale jedenfalls will nach erscheinen des sechsten Buchs, seine Ergebnisse überprüfen – und anschließend eine Methode entwickeln, um Buch Nummer sieben hervorzusagen.

Achtung Spoiler

Was aber ist nun das tatsächliche Ergebnis seiner Berechnungen zum sechsten Buch? Die Statistik scheint auch den Nerv der Fans der Serie zu treffen: Die populären Figuren Jon Snow, Daenerys und Tyrion werden mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Kapitel erhalten – und somit überleben. Andere Charaktere hingegen müssen wohl mit weniger Kapiteln auskommen: Theon, Davos und Samwell werden aller Wahrscheinlichkeit nach, nur wenige Kapitel erhalten. Bleibt abzuwarten, ob George R. R. Martin sich an diese statistischen Vorgaben hält – oder mit neuen Überraschungen aufwartet. Der plötzliche Tod einer Hauptfigur könnte sämtliche Berechnungen über den Haufen werfen. Es bleibt also spannend.

Quelle: popsci.com

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