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Stimband: Neues Stirnband für Parkinson Patienten entwickelt

Stimband der Johns Hopkins University

Parkinson Stimband der Johns Hopkins University.

Parkinson ist weltweit eine weit verbreitete Krankheit und viele Betroffene und auch Angehörige leiden unter der neurodegenerativen Erkrankung. Es gibt schon einige Methoden, darunter auch das Implantieren von Chips in das Gehirn von Patienten um elektrische Signale gezielt an betroffene Gehirnregionen zu senden und so die Krankheit einzudämmen. Operationen sind aber teuer und auch nicht gerade das Angenehmste für einen Patienten. Forscher an der Johns Hopkins University haben nun eine andere Methode entwickelt, um den selben Effekt wie den eines Chips im Kopf zu erzeugen, dies aber vollständig ohne Operation, sondern mit einem Stirnband namens Stimband. Die Grundlagen für Stimband wurden unter der Leitung von Yousef Salimpour erarbeitet und fliessen nun in das neue „Stirnband“ zur Verbesserung der Situation von Parkinson Patienten ein. Und dies für zuhause und unterwegs.

Neues Stirnband für Parkinson Patienten

Postdoctoral Research Associate Salimpour hat sich schon seit Langem auf dem Gebiet spezialisiert und einige bahnbrechende Studien präsentiert, die Parkinson Patienten für die Zukunft hoffen lassen. Das neue Stimband basiert auf den gesammelten Erkenntnissen und entwickelten Methoden aus den letzten Jahren. Das Gehirn von Parkinson Patienten, also die Region, die für die Motorik zuständig ist, ist meist von einer asymmetrischen Spannung gekennzeichnet. Um diese auszugleichen macht Stimband das folgende: Es liest die Spannung in den beiden Gehirnregionen und versucht diese dann je nach Bedarf durch das Anlegen von externer Spannung auszugleichen und in Balance zu bringen. Diese Methode hat sich in den vergangenen Jahren als effektiv bewiesen, kommt auch in Chips für das Gehirn zum Einsatz, soll aber nun als tragbares Gadget verfügbar werden.

Stimband gleich Ungleichheiten im Gehirn aus

Die Idee hinter Stimband war es also nicht einen neuen Chip zu bauen, sondern ein Gadget zu schaffen, welches Parkinson-Betroffene selbstständig in den eigenen vier Wänden tragen und so Therapiesitzungen von 20 – 25 Minuten einfach selbst durchführen können. Wo Chips noch einen MRI-Scan benötigten um Ärzten die genaue Position der Platzierung im Kopf zu verraten, bedient sich das Stimband einer viel einfacheren Methode. Es benötigt einfach keine exakte Position. Das Gadget erkennt die Regionen dank des Lesens der Gehirnströme und dem Erkennenen von „Landmarks“ selbst. Wie so oft handelt es sich bei der Innovation des Stimband vorerst nur um einen Prototypen und es wird noch ein wenig Zeit brauchen, bis das Gadget auf dem Markt erhältlich ist, so die Forscher. Doch schon jetzt könne man sagen, dass die verwendeten Methoden in allen Tests bislang reibungslos und ohne Nachwirkungen ihren Effekt erzielen konnten. Nun muss Stimband in die nächste Entwicklungsstufe katapultiert werden, bevor es dann eines Tages und vermutlich nicht weit von heute, Menschen auch zuhause helfen kann, schnell und unkompliziert für entscheidende Regionen im Gehirn zu stimulieren und auszugleichen um den Entwicklungsprozess von Parkinson zu verlangsamen und vielleicht eines Tages zu stoppen.

Video zeigt die Krankheit Parkinson

Quelle: Popular Science

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