Kalifornien leidet bereits seit mehreren Jahren unter einer anhaltenden Dürre. In Los Angeles allerdings werden für Anfang des nächsten Jahres heftige Regenfälle erwartet. Dann wird das Wetterphänomen El Nino über die Stadt hinwegziehen. Das Problem bisher: Das meiste Regenwasser fließt momentan direkt in den Pazifik und geht so als Trinkwasser verloren. Eine Initiative der Stadt und verschiedener Organisationen will dies nun ändern. Zum Einsatz kommen sollen dabei smarte Zisternen, die das Wasser auffangen und dann nach und nach abgeben. Auf diese Weise hofft die Stadt weniger Trinkwasser aus weit entfernten Reservoirs importieren zu müssen.


Source: Tree People
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Die Zisternen arbeiten mit cloudbasierten Daten

Die Idee ist grundsätzlich uralt. In vielen Häusern mit Garten sieht man beispielsweise die Regentonne, in der Wasser aufgefangen wird, das später dann zum Wässern der Pflanzen genutzt wird. In Los Angeles soll dieses System nun im großen Stil umgesetzt werden. So werden Zisternen installiert, die rund 5000 Liter Regenwasser aufnehmen können. Diese sind zudem – anders als die klassischen Regentonnen – mit moderner Technik ausgestattet und erkennen so nicht nur, wieviel Wasser sie gerade beinhalten, sondern können mit Hilfe von cloudbasierten Daten auch prognostizieren, wie viel Wasser in Zukunft hinzukommt. Das Wasser stammt dabei ganz klassisch von Hausdächern mit einer Regenrinne.

Regenwasser versickert gezielt ins Grundwasser

Parallel zu der riesigen Zisterne wird ein spezieller Wassergarten installiert. In diesen kann die Zisterne Wasser abgeben, so dass es versickert und die Grundwasservorräte auffüllt. So bleibt das Süßwasser erhalten und wird nicht durch den Ozean versalzen. Eine erste Zisterne mit Sickergarten wurde bereits im Norden von Hollywood aufgebaut. Die StormCatcher Initiative plant, zunächst zehn solcher Anlagen zu installieren und dann die Ergebnisse auszuwerten. Langfristig ist aber eine deutlich weitere Verbreitung geplant, so dass ein erheblicher Teil des Süßwasserbedarfs durch die heftigen Regenfälle gedeckt werden kann.


Via: Phys.org

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