Während der Volkswagen-Konzern in Deutschland noch vergleichsweise glimpflich davon gekommen ist, haben die US-Behörden extrem verstimmt auf die Manipulationen bei den Abgaswerten der Dieselfahrzeuge reagiert. Der deutsche Autobauer musste Milliardenstrafen zahlen. Ein Teil der Strafgelder fließt aber nicht einfach in den Staatshaushalt, sondern soll genutzt werden, um klima- und umweltfreundlichere Alternativen zum Dieselmotor zu fördern. Nun hat der Volkswagen-Konzern ein erstes Projekt in diesem Zusammenhang bekannt gegeben. In den Vereinigten Staaten sollen in den nächsten beiden Jahren 300 Millionen Dollar investiert werden, um landesweit ein Netz an Ladestationen für Elektroautos aufzubauen. Diese können dann nicht nur von VW-Kunden genutzt werden, sondern sind offen für alle Elektrofahrzeuge.


Foto: Volkswagen

240 Ladestationen in 39 Bundesstaaten sind geplant

Konkret werden vierzig Millionen Dollar für den Aufbau von Ladestationen in urbanen Ballungsgebieten verwendet. Dort ist allerdings die Nachfrage auch vergleichsweise hoch, sodass vermutlich früher oder später auch andere Anbieter eine entsprechende Infrastruktur aufbauen werden. Interessanter ist daher die Tatsache, dass 190 Millionen Dollar in ein landesweites Netz an Ladestationen fließen sollen. Dieses wird 240 Stationen in 39 Bundesstaaten umfassen und soll auch Gebiete erschließen, die bisher nicht über öffentliche Ladepunkte verfügten. Jeweils 25 Millionen Dollar sind zudem für den Aufbau der neuen VW-Tochter Electric America und verschiedene Bildungsprojekte zum Thema Umwelt- und Klimaschutz vorgesehen. Festgeschrieben sind die Ausgaben im sogenannten „Nationalen Nullemissionsplan Zyklus 1“.

Ein Ladevorgang mit 320 Kilowatt ist möglich

Auf Zyklus 1 dürften zukünftige noch weitere Runden folgen, denn Volkswagen hat sich insgesamt zu Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar verpflichtet. Ein Teil der nun angekündigten Ladestationen soll zudem eine Ladung mit 320 Kilowatt ermöglichen. Dies ist vor allem deshalb interessant, weil bisher kein Auto auf dem Markt ist, bei dem dies möglich wäre. Die Manager von Volkswagen verweisen aber darauf, dass mehrere Hersteller an entsprechenden Fahrzeugen arbeiten würden. Auch die anderen Stationen sollen daher so konzipiert werden, dass sie zukünftig recht einfach aufgerüstet werden können. Eine Ladung mit 320 Kilowatt würde es ermöglichen, einen Tesla Model S 90 in rund 15 Minuten aufzuladen.


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