Die Deutsche Post hat mit dem Streetscooter einen echten Coup gelandet. Ursprünglich wurde der Elektrotransporter im Umfeld der RWTH Aachen entwickelt. Später kaufte ihn der ehemalige Briefmonopolist, um damit Sendungen emissionsfrei ausliefern zu können. Doch schnell wurden auch andere Unternehmen auf das innovative Fahrzeug aufmerksam. Inzwischen wird der Streetscooter von der Deutschen Post daher auch an andere Firmen verkauft. Wenn man so möchte, handelt es sich bei der Post also um einen der größten Hersteller von Elektrofahrzeugen weltweit. Zumal nun in Düren eigens eine zweite Produktionsanlage errichtet wurde. Dort sollen ab dem nächsten Jahr 250 Mitarbeiter jährlich 10.000 StreetScooter produzieren. Die gesamte Produktionskapazität liegt damit nun bei 20.000 Fahrzeugen pro Jahr.


Der StreetScooter der Deutschen Post ergänzt nicht nur das klassische Dienstfahrrad des Briefträgers.

Der neue Streetscooter besitzt eine Reichweite von 200 Kilometern

Doch mit dem erreichten Erfolg gibt sich das Unternehmen nicht zufrieden. Stattdessen wird der StreetScooter kontinuierlich weiter entwickelt. So kam die klassische Variante auf eine Höchstgeschwindigkeit von 85 Stundenkilometern und konnte mit einer Akkuladung rund 80 Kilometer weit fahren. Nun gibt es noch eine leistungsfähigere Variante mit einer Reichweite von 200 Kilometern und einer Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h. Außerdem wird mit speziellen Varianten eigens für bestimmte Branchen experimentiert. So gibt es inzwischen das „Bakery Vehicle One“ – ein Elektro-Lieferwagen eigens für Bäckereien. Dieser wurde nach einer Ausschreibung der „E-Transporter-Selbsthilfegruppe“ entwickelt, die sich gegründet hatte, weil viele Handwerksbetriebe keinen geeigneten E-Transporter gefunden hatten.

Der Brennstoffzellenantrieb soll noch mehr Reichweite ermöglichen

Parallel zu diesen neuen Produkten auf dem Markt arbeitet aber auch die Entwicklungsabteilung mit Hochdruck an neuen Lösungen. So wird mit dem Einsatz eines Brennstoffzellenantriebs im StreetScooter experimentiert. Diese Technologie bietet ein enormes Potential. Die beteiligten Ingenieure gehen davon aus, dass sich so die Reichweite auf bis zu 500 Kilometer steigern lässt. Allerdings ist die Technik auch nicht unumstritten. Klimaschützer verweisen immer wieder darauf, dass die Fahrten mit einem Wasserstofffahrzeug zwar emissionsfrei sind – dies von der Produktion des Wasserstoffs aber oftmals nicht behauptet werden kann. Hinzu kommt: Die Infrastruktur ist in Deutschland bisher nur rudimentär ausgebaut. Wasserstofftankstellen sind noch seltener anzutreffen als Ladepunkte für Elektrofahrzeuge.


Via: Deutsche Post

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