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Studie: 14 Milliarden Dollar werden durch Computer verwaltet

Niemand kann in die Zukunft schauen. Die richtige Geldanlage zu finden, ist daher eine komplizierte Angelegenheit. Auch erfahrene Fonds-Manager liegen mit ihren Anlage-Entscheidungen regelmäßig daneben. Dies musste zuletzt der legendäre Investor Bill Gross erfahren, der bei der Allianz kurz vor dem Rauswurf stand – und diesem mit seiner eigenen Kündigung zuvor kam. Viele talentierte Wissenschaftler und Techniker arbeiten daher seit Jahren an Computerprogrammen, die eigenständige Anlageentscheidungen treffen. Anstelle des menschlichen Gehirns, entscheidet dann ein Algorithmus, wie das Geld angelegt wird.

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Foto: Svilen.milev CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Laut einer Studie des Schweizer Unternehmens „MyPrivateBanking Research“ wächst die Summe der Gelder, die durch automatisierte Programme verwaltet werden, kontinuierlich. Ende 2014 sollen insgesamt 14 Milliarden Dollar ausschließlich durch intelligente Computerprogramme angelegt werden. Am weitesten verbreitet ist dieser Trend in den USA: 83 Prozent der computergesteuerten Vermögensverwaltung findet in den Vereinigten Staaten statt. In den kommenden Jahren wird zudem ein massiver Anstieg, der so angelegten Summen, erwartet. Die Studie geht alleine in den nächsten fünf Jahren von einem Anstieg auf 225 Milliarden Dollar weltweit aus.

Zukunftsprognosen bleiben unsicher

Bisher allerdings ist noch nicht bewiesen, dass Computerprogramme wirklich erfolgreicher sind als menschliche Vermögensverwalter. Trotz einer riesigen Menge analysierter Daten aus der Vergangenheit, erweisen sich die Zukunftsprognosen der Algorithmen oftmals als ebenso unsicher, wie die der humanen Kollegen. Wirklich sichere Indikatoren für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Staaten und Unternehmen gibt es nicht.

Zudem handelt es sich bei den automatischen Geldanlagen noch immer um ein recht kleines Phänomen. Alleine die Investmentfirma von Warren Buffet, Berkshire Hathaway, verfügt über eine Bilanzsumme von knapp 485 Milliarden Dollar. Buffet selbst ist dann auch der Beweis, dass auch menschliche Vermögensverwalter dauerhaft erfolgreich sein können: Sein Unternehmen erwirtschaftet seit Jahrzehnten konstant Gewinne von mehreren Milliarden Dollar jährlich. Es bleibt daher abzuwarten, ob die Vermögensverwaltung wirklich eines Tages ausschließlich von Computerprogrammen übernommen wird. Die traditionellen Händler auf dem Parkett der Frankfurter Börse allerdings sind bereits verschwunden. Der eigentliche Kauf und Verkauf von Aktien – nicht aber die Kaufentscheidung selbst – wird schon lange automatisch per Computer abgewickelt.

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