Über den Geschmack von Ahornsirup lässt sich trefflich streiten. Viele sind der Ansicht, das Zeug sei viel zu süß und klebrig. Andere wiederum schwören darauf und möchten beim morgendlichen Frühstück nur ungern auf den Sirup verzichten. Eine Studie der „McGill University“ in Montreal könnte nun aber zumindest auf einen medizinischen Nutzen des Ahornsirups hinweisen. Zumindest unter Laborbedingungen sorgte hochkonzentrierter Sirup dafür, dass Bakterien sich weniger schnell ausbreiten konnten. Kombiniert mit dem Einsatz von Antibiotika zeigte sich dann sogar, dass sich die Effizienz der Bakterienbekämpfung deutlich erhöhte.


Bakterien im Urin
Antibiotika resistente Bakterien Bild: Mkaercher CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Handelsübliches Sirup wurde bearbeitet

„Bakterien haben diese Haut um sich herum, die sie schützt; man nennt sie Membran. Interessant ist nun, dass, wenn man Bakterien einem Ahornsirupextrakt aussetzt, diese Membran leichter durchlässig wird. Das Antibiotikum kann dann mehr oder weniger durch die Membran hindurchschlüpfen“, erklärt Nathalie Tufenkji, Leiterin des Experiments, den Effekt des Ahornsirupkonzentrats. Die Forscher nutzten dabei handelsüblichen Ahornsirup, bearbeiteten diesen allerdings anschließend und isolierten bestimmte Teile des Sirups. Dieses Extrakt wurde dann in einer Petrischale auf das Bakterium losgelassen.

Sirup könnte helfen Antibiotikaeinsatz zu verringern

Bisher allerdings handelt es sich noch um eine sehr frühe Phase der Forschung. Die Wissenschaftler müssen nun in weiteren Versuchen nachweisen, dass der positive Effekt des Ahornsirups nicht nur unter Laborbedingungen eintritt, sondern sich auch im menschlichen Körper reproduzieren lässt. Sollte dies allerdings gelingen, wären die Einsatzmöglichkeiten vielversprechend. So wäre es denkbar Antibiotikapillen mit dem Ahornsirupkonzentrat zu versetzen und so die Wirksamkeit zu erhöhen. Dies würde dann im Idealfall den Einsatz von Antibiotika verringern und so einen Beitrag dazu leisten, die zunehmende Antibiotikaresistenz von Bakterien zu verringern.


Quelle: mnn.com

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