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Studie: Besseres Wassermanagement kann den weltweiten Hunger halbieren

Dass Wasser in der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle spielt, dürfte niemanden überraschen. Dennoch wird diese wertvolle Ressource nicht überall auf der Welt optimal genutzt. Teilweise existieren keine ausgefeilten Bewässerungssysteme, oftmals versickert das Wasser aber auch einfach im Boden oder verdunstet schlicht. Erstmals haben Wissenschaftler daher nun den Effekt des schlechten Wassermanagements auf die weltweite Nahrungsproduktion untersucht. Das Ergebnis dabei: Durch gezielte Maßnahmen weltweit ließe sich bis zum Jahr 2050 die Zahl der Hungernden auf der Welt halbieren – trotz des bis dahin zu erwartenden Bevölkerungsanstiegs. Dies wäre wohlgemerkt möglich, ohne neue Wasserquellen zu erschließen oder die landwirtschaftliche Nutzflächen zu vergrößern – etwa auf Kosten von Wäldern.

© Fraunhofer IGB

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Lokale Lösungen können weltweite Probleme beheben

Allerdings gibt es dabei ein Problem: Denn der Befund an sich ist zwar global gültig, die Lösungen für die Problematik müssen aber lokal gefunden werden. Zudem hat Wassermanagement oftmals auch Einfluss auf andere Regionen. Wird beispielsweise ein Fluss zur Bewässerung eingesetzt, führt dies dazu, dass Bauern weiter flussabwärts weniger Wasser erhalten. Insgesamt errechneten die Forscher aber dennoch einen positiven Effekt solcher Maßnahmen. Sie setzen zudem auf eine Art Best Practice Ansatz. Das Rad muss also nicht jedesmal neu erfunden werden, sondern es kann geschaut werden wie ähnliche Probleme anderswo auf der Welt gelöst werden. So kommen Zisternen zur Sammlung von Regenwasser in der Sahel-Region in Afrika vergleichsweise oft vor, werden aber in Asien und Amerika noch selten genutzt.

Auch moderne Technologie hilft beim intelligenten Wassermanagement

„Smarte Wassernutzung sorgt für einen starken Anstieg der Agrarproduktion – tatsächlich waren wir überrascht einen so großen Effekt auf dem globalen Level zu beobachten“, erklärt Jonas Jägermeyr vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Am größten wäre der positive Effekt dabei logischerweise in Regionen, die schon heute unter Wassermangel leiden. Also etwa in Asutralien, in Teilen von China oder in Mexiko. Neben klassischen Methoden wie einer Zisterne, können dabei auch moderne Technologien zum Einsatz kommen – beispielsweise die Tröpfchenbewässerung.

Via: Phys.org

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