Sportler sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Wird dabei die Grenze des Erlaubten überschritten, spricht man von Doping. Forscher der „University of Western Australia“ haben nun allerdings einen etwas überraschenden Weg gefunden, sogar die Leistung von Leistungssportlern noch zu steigern: Demnach führt Rote-Beete-Saft zu einer signifikanten Leistungsverbesserung. Getestet wurde dies dabei an Kajak-Fahrern, die auf nationaler oder sogar internationaler Ebene aktiv waren. Es ist also davon auszugehen, dass die Probanden auch vor dem Genuss des Getränks in exzellenter Form waren. Dennoch ließ sich auf einer Strecke von 500 Metern mit dem Kajak eine Leistungssteigerung von 1,7 Prozent nachweisen.


von freshtopia.net (originally posted to Flickr as closeup) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons
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Der Unterschied zwischen Gold und Silber bei Olympia

Diese Zahl erscheint auf den ersten Blick noch nicht besonders beeindruckend. Die Bedeutung wird aber verständlich, wenn man sich anschaut, dass eine solche Verbesserung bei den Olympischen Spielen in London sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen den Unterschied zwischen Silber und Gold gemacht hätte. In der Studie tranken die Probandinnen dabei eine Menge von 140 Millilitern Rote-Beete-Saft und absolvierten anschließend ein Zeitfahren mit dem Kajak. Durch den Abgleich mit einer Kontrollgruppe und Werten aus der Vergangenheit konnte dann der Effekt des Saftes nachgewiesen werden. Zurückführen lässt sich dieser Effekt wohl auf eine effizientere Arbeit der Mitochondrien.

Der zur Verfügung stehende Sauerstoff wird besser genutzt

Diese gelten auch als Kraftwerke der Zellen, weil dort im Verlauf der Atmungskette der universelle Energieträger ATP produziert wird. Der Rote-Beete-Saft sorgte nun dafür, dass für einen bestimmten Kraftaufwand weniger Sauerstoff benötigt wird. Dies wiederum führt dazu, dass eine Kraftanstrengung länger durchgehalten werden kann beziehungsweise weniger Sauerstoff verbraucht. Anders als etwa beim EPO-Doping wird den Zellen also nicht künstlich mehr Sauerstoff zur Verfügung gestellt, sondern die normale Sauerstoffzufuhr wird besser genutzt – was in der signifikanten Leistungssteigerung resultiert. Allerdings ist auch Rote-Beete-Saft kein Allheilmittel. Für die meisten Hobbysportler dürfte auch weiterhin gelten, dass sich die Leistung am einfachsten durch regelmäßiges Training steigern lässt.


Via: The Sidney Morning Herald

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