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Studie: Die Zahl der Kurzsichtigen nimmt immer stärker zu

Bereits heute leiden rund 40 Prozent der US-Einwohner unter Kurzsichtigkeit. Eine neue Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass sich das Augenleiden in den nächsten Jahren auch weltweit massiv ausbreiten wird. Demnach könnte schon im Jahr 2050 die Hälfte der Weltbevölkerung – also etwa fünf Milliarden Menschen – unter einer Form der Kurzsichtigkeit leiden. Als Ursache wurde dabei vor allem ein veränderter Lebensstil des Menschen ausgemacht. Kinder spielen heute nicht mehr so oft wie früher draußen, sondern verbringen stattdessen mehr Zeit über Büchern gebeugt oder vor einem Bildschirm. Die Augen werden so schon frühzeitig stark beansprucht und können dabei in Mitleidenschaft gezogen werden.

Copyright: National Eye Institute, National Institutes of Health

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In vielen asiatischen Ländern liegt die Zahl der Betroffenen noch höher

Auch bei Jugendlichen und Erwachsenen setzt sich dieser Trend dann fort. So hat sich die Arbeitswelt in den letzten Jahren so verändert, dass auch hier die Augen oftmals stärker als früher beansprucht werden. In Ländern mit einem hohen Lerndruck für die Schüler – etwa Korea oder Vietnam – ist die Kurzsichtigkeit zudem noch einmal deutlich stärker verbreitet. Die normale Kurzsichtigkeit ist dabei nicht wirklich problematisch, sondern stellt eher eine Unannehmlichkeit dar: Die betroffenen Personen müssen schlicht eine Brille tragen. Schwerwiegender ist daher ein zweiter Befund der Studie: Auch die Zahl der Patienten mit schwerer Kurzsichtigkeit wird stark zunehmen und könnte im Jahr 2050 die Milliardenschwelle überschreiten.

Schwere Kurzsichtigkeit kann bis zur Erblindung führen

Dies ist eine gefährliche Entwicklung, weil schwere Kurzsichtigkeit das Risiko für andere Augenkrankheiten erhöht. Diese wiederum lassen sich dann nicht mehr mit einer einfachen Brille behandeln, sondern können sogar bis zur Erblindung führen. Tatsächlich gehen die Forscher davon aus, dass sich im Jahr 2050 die meisten Erblindungen auf eine schwere Kurzsichtigkeit zurückführen lassen. Zwar gibt es einige medizinische Gegenmaßnahmen – beispielsweise spezielle Augentropfen oder Medikamente, die den Druck innerhalb des Auges verringern. Die Forscher weisen aber auch eindringlich darauf hin, dass Regierungen, Schulen und Ärzte zusammen arbeiten müssen, um die Umweltfaktoren, die zu schwerer Kurzsichtigkeit führen können, zu verringern.

Via: Popsci

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