Aktuellen Zahlen der Drogentrendstudie MoSyD 2014 zufolge ist bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren der Konsum von Alkohol und Zigaretten zurückgegangen. Zudem kann festgehalten werden, dass sich der Erstkonsum von Tabak zeitlich vermehrt nach hinten verschiebt. Schüler greifen ab dem 15. Lebensjahr regelmäßiger zu den im Trend liegenden E-Produkten, wie E-Zigaretten und E-Shishas. Darüber hinaus steigt auch der Konsum von Cannabis. Hier beträgt das durchschnittliche Einstiegsalter 15 Jahre.


Cannabis Blunt
Foto: marijuana blunt 2000, Torben Hansen, Flickr, CC BY-SA 2.0

Einstiegsalter bezüglich des Erstkonsums steigt

Den jüngst veröffentlichten und in Kooperation mit der Frankfurter Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), dem Drogenreferat Frankfurt und dem Centre for Drug Research (CDR) der Goethe-Uni erhobenen Zahlen zufolge konsumieren 59 Prozent der Befragten regelmäßig Alkohol. 2012 gaben noch 70 Prozent der Schüler an regelmäßig zu trinken. Trotz der immer noch recht hohen Zahl, ist ein kleiner rückläufiger Trend sichtbar. Dafür nimmt jedoch der Konsum von Cannabis zu. „Wir befinden uns offensichtlich gerade in einer Phase, in der Jugendliche mehr Cannabis konsumieren“, so Gesundheitsdezernentin Heilig. Positiv wird dabei betrachtet, dass das Alter beim Erstkonsum von Drogen steigt. So griffen 2002 Schüller im Altersdurchschnitt von 12,8 Jahren erstmals zur Zigarette. 2014 kletterte das Einstiegsalter beim Konsum von Tabak schon auf 13,9 Jahre. Immer noch erschreckend, wie wir finden. Das Einstiegsalter beim Alkohol und Cannabis stieg von 14,5 Jahre auf 15 Jahre.

Mehr Transparenz für Eltern

Wie sich aus Gesprächen mit Schülern ergab, teilte das Drogenreferat mit, dass es den Jugendlichen an einem vertrauenswürdigen Ansprechpartner außerhalb der Schule und des Elternhauses fehlt. So können sich die Schüler nicht an Lehrer wenden, da diese den Cannabis Konsum anzeigen müssen. Gespräche mit Eltern über den Konsum von Alkohol und anderer Drogen käme ebenfalls nicht in Frage. Zu groß ist die Angst vor Unverständnis, zudem teilen die Experten mit, dass bei den Eltern dann regelmäßig auch Panik ausbricht. In Zukunft möchte das Drogenreferat vermehrt auch Eltern informieren und Aufklärungsarbeit in den Schulen leisten. Parallel sollen auch Angebote für Beratungsgespräche geschaffen werden. Diese sollen in einem zwangslosen Rahmen stattfinden. Zudem bräuchten die Schüler keine Konsequenzen zu befürchten. Der Studie zufolge informieren sich die Hälfte der Drogen konsumierenden Schüler im Internet. Das sei den Experten zufolge nicht gerade die vertrauenswürdigste Quelle. 21 Prozent der befragten Schüler greifen regelmäßig zu Cannabis. Neun Prozent rauchen Cannabis mindestens zehn Mal im Monat.


E-Zigaretten im Trend

Knapp die Hälfte der Befragten Schüler hat bereits Erfahrungen mit E-Zigaretten und Co gesammelt. Nach wie vor halten Experten fest, dass auch von E-Zigaretten ein Gesundheitsrisiko ausgehe. Zudem sollen die Geräte Jugendlichen das Rauchen von Tabak-Zigaretten schmackhafter machen. Diese Befürchtung kann den aktuellen Zahlen nach jedoch nicht bestätigt werden. Viel besorgniserregender ist der leicht steigende Trend zu harten Drogen. So gaben auch zehn Prozent der Schüler an Drogen wie Heroin, Ecstasy oder Kokain schon mindestens einmal im Leben ausprobiert zu haben. Die Studie wurde unter Frankfurter Jugendlichen erhoben.

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