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Studie: Öffentliche Verkehrsmittel steigern die Gesundheit

Gerade im Winter gelten vollgepackte Busse und gut gefüllte U-Bahnen als Bakterienschleudern. Ein Modeunternehmen brachte vergangenes Jahr sogar eigens eine Jacke auf den Markt, die Pendler vor dem Kontakt mit Krankheitserregern schützen sollte. Eine Studie japanischer Wissenschaftler zeigt nun allerdings: Komplett auf die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten, ist der Gesundheit auch nicht wirklich zuträglich. Dabei wurden allerdings keine kurzfristigen Erkrankungen wie Erkältungen oder eine Grippe untersucht, sondern langfristige Effekte in den Blick genommen. Das Ergebnis: Die regelmäßigen Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel haben seltener Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck – sind insgesamt also deutlich gesünder unterwegs.

London Bus

ÖPNV schneidet deutlich besser ab als das Auto

Als Vergleichswert dienten dabei zwei andere Personengruppen: Auf der einen Seite Pendler, die mit dem Auto zur Arbeit fahren und auf der anderen Seite Leute, die dafür das Rad nutzen oder gleich zu Fuß gehen. Insbesondere gegenüber der Fahrt mit dem Auto scheinen die Öffentlichen Verkehrsmittel dabei eine gesunde Alternative zu sein. Den Daten der Studie zufolge ist die Wahrscheinlichkeit von Übergewicht bei den Nutzern des ÖPNV 44 Prozent niedriger als bei den Autofahrern. Bei Diabetes liegt der entsprechende Wert bei 34 Prozent, bei Bluthochdruck immerhin noch bei 27 Prozent. Die Forscher hatten dabei zuvor bekannte Faktoren wie Alter und Geschlecht bereits einkalkuliert.

Der Weg zur Haltestelle bringt den Kreislauf in Gang

Gleichzeitig stellten die Wissenschaftler auch gleich eine Hypothese auf, wodurch die positiven gesundheitlichen Effekte zustande kommen. Demnach wirkt der Weg zur Haltestelle morgens und abends wie ein regelmäßiges kurzes Training, das den Kreislauf in Gang bringt und dem Körper hilft, gesund zu bleiben. Überraschenderweise wiesen allerdings die Pendler, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind ebenfalls schlechtere Werte auf als die Nutzer des ÖPNV. Dies erklärten die Forscher damit, dass diese zumeist nur vergleichsweise kurze Strecken zurücklegen – kürzer zumindest als die Wege zur jeweils nächsten Haltestelle.

Via: Treehugger

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