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Studie: Social Media Aktivitäten geben Aufschluss über Schäden durch Naturkatastrophen

Wenn eine Naturkatastrophe über ein Land hereinbricht, ist es für die Behörden oft schwer den Überblick zu behalten. Selbst wenn ausreichend Geld- und Hilfsmittel zur Verfügung stehen, ist es oft schwer zu sagen, wo diese am dringendsten benötigt werden. Ein Forscherteam von drei internationalen Universitäten ist nun aber auf ein unwahrscheinliches Prognosetool gestoßen: Twitter. Demnach lässt sich durch die Analyse der Twitteraktivitäten in einem bestimmten Gebiet herausfinden, wie stark dieses von der Katastrophe betroffen ist und wie viel Hilfe dort benötigt wird. Eine konsequente Nutzung dieser Daten könnte dann also dazu führen, dass die Hilfe schneller und effizienter bei den Betroffenen ankommt.

© UC3M

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Die Forscher konnten die Auswirkungen des Sturms bei Twitter verfolgen

Entwickelt wurde die Prognosetechnik während des Wirbelsturms Sandy an der Ostküste der USA. Dieser bot sich als Untersuchungsgegenstand an, weil er vorhergesagt wurde. Die Forscher konnten also die Twitteraktivitäten der verschiedenen Gebiete vor, während und nach dem Sturm aufzeichnen. Anschließend verglichen sie diese Daten dann mit den später gewährten Hilfsleistungen für einzelne Gebiete. Das Ergebnis: Tatsächlich ließ sich anhand der Twitter-Analyse bereits erkennen, ob ein Gebiet später viel oder eher weniger Hilfe bekommen hat. Mit anderen Worten: Die Forscher konnten quasi in Echtzeit sehen, wo der Sturm seine schlimmsten Auswirkungen hatte. Diese Korrelation wurde später dann auch bei weniger vorhersehbaren Katastrophen wie Überflutungen überprüft, erwies sich aber auch dort als akkurat.

Der Klimawandel könnte für eine Zunahme an Naturkatastrophen sorgen

Die beteiligten Wissenschafter gehen dabei davon aus, dass eine solche Prognose über die Auswirkung einer Naturkatastrophe zukünftig- aufgrund des Klimawandels und seiner Auswirkungen – immer öfter benötigt wird. Bisher nicht abschließend untersucht wurde dabei die Frage, ob sich ein ähnlicher Zusammenhang auch bei anderen sozialen Netzwerken – etwa Facebook – beobachten lässt. Dies wäre allerdings durchaus von Bedeutung, denn nicht in allen Gesellschaften spielt Twitter eine solch große Rolle wie in den USA. In Deutschland beispielsweise wäre Facebook deutlich besser geeignet, um das Nutzerverhalten während einer Naturkatastrophe zu analysieren.

Via: Treehugger

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