Im Schnitt trinkt jeder deutsche Bürger im Laufe seines Lebens 77.000 Tassen Kaffee. Ganz unproblematisch ist dies nicht. Denn wenn der Konsum plötzlich stark eingeschränkt wird, kann das fehlende Koffein schnell zu leichten Entzugserscheinungen führen. Eine groß angelegte Meta-Studie der „University of Southampton“ zeigt nun aber zumindest: Schädlich ist der tägliche Konsum von Kaffee nicht.


Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: In vielen Bereichen wurde sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgewiesen. Um zu ihrem Ergebnis zu kommen, haben die Wissenschaftler selbst keine Untersuchungen durchgeführt, sondern insgesamt 201 Beobachtungsstudien und 17 klinische Untersuchungen ausgewertet. Sämtliche für diese Thematik relevanten Studien wurden somit erfasst und belegen das eindeutige Ergebnis.

Kaffee Kraftstoff
Wie der Kaffee zubereitet wird, spielt für die Wirkung keine Rolle. Foto: dumping into portafilter, David Joyce, Flickr, CC BY-SA 2.0

Auch Zucker und Milch können der segensreichen Wirkung nichts anhaben

Konkret reduziert der Kaffeekonsum etwa die Wahrscheinlichkeit an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Dazu gehören beispielsweise Prostata-, Leber- und Hautkrebs. Eine positive Wirkung wurde auch in Sachen Gicht und Diabetes Typ 2 nachgewiesen. Außerdem sehr interessant: Auch Alzheimer und Parkinson treten bei regelmäßigen Kaffeekonsumenten offensichtlich seltener auf. Doch noch bleiben auch Fragen offen. So wissen die Forscher nicht genau, welcher Inhaltsstoff nun für welche positive Wirkung verantwortlich ist. Sicher scheint, dass das Koffein dabei keine Rolle spielt. Denn auch beim Konsum von entkoffeiniertem Kaffee ließen sich die erfreulichen Effekte nachweisen. In jedem Fall kann selbst der Zusatz von eigentlich ungesundem Zucker die positive Bilanz nicht schmälern.

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Zuletzt aktualisiert am 16.01.2018

Für Schwangere und andere Risikogruppen gelten die Ergebnisse nicht

Allerdings gibt es von der Regel auch Ausnahmen. So darf der Konsum nicht übertrieben werden. Die beteiligten Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von drei bis vier Tassen Kaffee am Tag. Außerdem gibt es bestimmte Risikogruppen, die ebenfalls Vorsicht walten lassen sollten. Dazu gehören vor allem Schwangere und Menschen, bei denen ohnehin ein erhöhtes Risiko von Knochenbrüchen besteht. Rein statistisch liegt Deutschland in Sachen Kaffeekonsum ziemlich gut: Im Schnitt werden täglich 0,41 Liter Kaffee pro Kopf getrunken. Dies würde in etwa dem Rahmen entsprechen, in dem eine positive Wirkung nachgewiesen wurde. Weil es sich aber um einen Durchschnittswert handelt, dürften viele Menschen auch deutlich darüber liegen.


Via: British Medical Journal

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