Schmerzmittel sind immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits helfen sie effektiv das Leben der Betroffenen zu verbessern. Wenn aber die Ursache des Schmerzes nicht rechtzeitig genug behoben wird, kann der Patient schnell abhängig von den Schmerzmitteln werden. Der Missbrauch verschreibungspflichtiger Opiate ist vor allem in den Vereinigten Staaten eine weit verbreitete Problematik. Einer aktuellen Studie zu Folge gaben dort neunzig Prozent der Hausärzte an, in ihrem Bezirk gebe es mittlere oder sogar große Probleme durch den unsachgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln.


Tabletten
Opiate

Die Aussage der Ärzte wird dabei durch einige weitere Fakten belegt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente liegt höher als die Opferzahl aller anderen illegalen Drogen kombiniert. Nach Angaben des„National Institute of Drug Abuse“ gab es bereits im Jahr 2010 mehr als acht Millionen Amerikaner, die Schmerzmittel ohne zwingenden medizinischen Grund zu sich nahmen.

Todesfälle nehmen stetig zu

Ein großes Problem dabei ist die schiere Anzahl der ausgestellten Rezepte. Im Jahr 2010 wurden demnach insgesamt so viele Schmerzmittel verschrieben, dass theoretisch jeder Amerikaner einen Monat lang, alle vier Stunden eine Tablette hätte nehmen können. Bei einer solch hohen Anzahl an verfügbaren Schmerzmitteln, liegt es nahe, dass auch die Todeszahlen durch den Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente stetig ansteigen: Seit 1990 hat sich die Zahl mehr als verdreifacht.


Problembewusstsein ist ein Teil der Lösung

Die Studie macht aber auch Hoffnung: Die übergroße Anzahl der Hausärzte scheint sich des Problems inzwischen bewusst zu sein. Der Autor der Studie, Dr. G. Caleb Alexander, ist daher zuversichtlich, dass die zuständigen Mediziner zukünftig verstärkt alternative Methoden der Schmerzbekämpfung in Betracht ziehen werden. Dazu gehört der Einsatz von opiatfreien Medikamenten, genauso wie die Nutzung anderer schmerzlindernder Maßnahmen – beispielsweise Massagen oder eine Akkupunktur. Das medizinische System sei lange Zeit ein Teil des Problems gewesen, nun aber werde es zu einem Teil der Lösung, so Alexander.

Quelle: Digital Journal

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